Es findet erst zum dritten Mal in dieser Form in Bochum statt und doch ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden: Öffentlich und direkt vor dem Bochumer Rathaus wird das jüdische Chanukka-Fest gefeiert. Dazu gehört die Entzündung des achtarmigen Chanukka-Leuchters auf dem Willy-Brandt-Platz und eine Feier mit Musik, die auch die Gelegenheit zur Begegnung gibt. Die Jüdische Gemeinde und die Stadt Bochum laden für Mittwoch, 21. Dezember, 17.30 Uhr, zu diesem kleinen Fest ein.

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Der 18. Dezember ist der erste Abend des Chanukka-Festes, dann wird auch das erste Licht angezündet. Das Fest selbst wir in den jüdischen Familien mit ganz unterschiedlichen Traditionen gefeiert. Dazu gehört etwas das Spiel mit einem Dreidel (Kreisel), das Beschenken der Kinder mit „Chanukkagelt“ (Schokotaler oder richtiges Geld, von dem ein Teil gespendet wird). Als Speisen gibt es etwa „Sufganiyot“, also in Öl gebackene Krapfen.

Jüdisches Leben sichtbar machen

Durch das Aufstellen des Chanukka-Leuchters wird das jüdische Leben in Bochum noch sichtbarer gemacht. Der Brauch soll an ein biblisches Ereignis aus dem Jahr 164 vor Christus erinnern. Damals war der Jerusalemer Tempel von Griechen und hellenisierten Juden entweiht worden. Der Tempel wurde jedoch zurück erobert. Die ehemaligen Besatzer ließen allerdings nur einen einzigen Krug geweihten Öls zurück, welcher nur einen Tag brennen würde. Die siebenarmige Menora im Tempel drohte zu erlöschen.

Doch auf wundersamer Weise, so heißt es im Talmud, brannte das Licht ganze acht Tage lang und somit blieb genügend Zeit, weiteres geweihtes Öl herzustellen, um das Licht im Tempel nicht erlöschen zu lassen. Zur Erinnerung an dieses Wunder feiern noch heute Jüdinnen und Juden in aller Welt acht Tage lang Chanukka.

mike