„Einmal voll auffe Omme bitte“: Bei Unwissenden könnte dieser Wunsch an der Kasse schmerzhafte Folgen haben. Nicht so bei den kundigen Kunden im „Little Nemo“. Im Bochumer Comic-Handel am Südring erreichte der Asterix-Band „Voll auffe Omme!“ am Samstag Verkaufszahlen wie die Currywurst im nahen Bermudadreieck. Denn Hennes Bender war da. Bochums großer kleiner Gallier, wenn man so will.
Nach der „Tour de Ruhr“ (2016) und „Dingenskirchen“ (2018) hat der 51-Jährige den dritten Asterix-Band ins Ruhrdeutsch übersetzt. Richtiger ist wohl: interpretiert. Denn es bedarf schon einiger künstlerischer Freiheit und tiefster Liebe zum Pott, um den mehr als 50 Jahre alten Original-„Kampf der Häuptlinge“ auf die Cranger Kirmes zu transferieren, Rummelplatz-Wämserei („Hia gibbet auffe Fresse“) an der Boxbude und jede Menge Lokalkolorit inklusive. Einer der Häuptlinge heißt Urbanatix, so wie Bochums einzigartige Artistik-Schau in der Jahrhunderthalle. Und bei der Bildung der keilförmigen Phalanx der Römer mit Schild und Speer lautet das Kommando des Zenturios: „Formt dat Bermudadreieck!“


