Erneut ist ein traditionsreicher Bochumer Industriebetrieb ins Trudeln geraten. Die Bochumer Eisenhütte Holding GmbH entlässt dem Vernehmen nach wegen ausbleibender Aufträge die Hälfte seiner Belegschaft. Mehr als 60 der derzeit 130 Beschäftigten werden das Unternehmen verlassen – 42 zum Ende des Monats, weitere 20 Anfang 2020.

„Es bleibt uns nichts anderes übrig als diesen Weg mitzugehen“, sagt Eva Kerkemeier, erste Bevollmächtigte der IG Metall Bochum/Herne, ansonsten wäre der Fortbestand des gesamten Unternehmens und damit die Beschäftigung aller Mitarbeiter in Gefahr. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur sei es immerhin gelungen, eine Transfergesellschaft zu bilden. So bleibe die Chance, dass die Fachkräfte möglichst bald eine neue Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt bekommen. Viele der Betroffenen seien zwar durchaus hoch qualifiziert, verfügten aber über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ausgehandelt wurden angeblich auch Abfindungszahlungen.