Jedes Theater lebt zuallererst von seinen Schauspielern. Sie müssen ‘rüberbringen, was Dichter und/oder Regisseure sich ausgedacht haben. Und sie müssen mit Präsenz und Können für sich selbst punkten. Beides wurde in der abgelaufenen Saison am Schauspielhaus wieder und wieder geboten!

Vielen Theaterfreunden fiel der Abschied von lieb gewonnenen Akteuren der Weber/Kröck-Ära schwer - wohl jeder denkt gern an Günter Alt und Sarah Grunert, an Thorsten Flassig und Kristina Peters zurück. Aber Theater ist, wie alles in der Welt, dem Wandel unterworfen. Und so wandelte sich mit Johan Simons auch das Ensemble, das in doppelter Hinsicht ein „neues Gesicht“ zeigte. Da wären zunächst die nun in Bochum spielenden Künstler selbst, da wäre zum anderen aber auch der Zuschnitt der Truppe: Sie ist internationaler aufgestellt als früher und verfügt über viele Charakterköpfe.