Bochum. Die Hegla-Hanic GmbH gehört zu den prägenden Software-Entwicklern der Flachglasindustrie. Nun will sie wachsen und sucht dafür neues Personal.

Einst stand Bochum für Bergbau, Stahl und Autos, heute steht es für Medizin, Wissen und Informationstechnik. Kaum eine Branche hat in der Stadt so viel Bedeutung gewonnen wie die „IT“. Und beigetragen hat dazu auch ein mittelständisches Unternehmen aus Wattenscheid, das zwar weitgehend unbekannt, aber keineswegs unbedeutend ist.

Immerhin ist die Hanic GmbH einer der zwei prägenden Software-Entwickler in Deutschland für die Flachglasindustrie. „Das ist ein Nischenmarkt“, sagt Geschäftsführer und Mitinhaber Klaus Engel. Aber die 1983 gegründete IT-Schmiede an der Berliner Straße mit ihren 32 Mitarbeitern betreibt ihn mit großem Erfolg.

Mit neuem Investor durchstarten

Und jetzt setzt sie sich neue Ziele: mit einem neuen Investor, frischem Kapital und der Aussicht auf neue Absatzmärkte. Gemeinsam mit dem Maschinen- und Anlagenbauer Hegla aus Beverungen, der das Eigenkaptal der Firma mit einer Einlage von 416.000 Euro mehr als verdoppelt hat und dem nun 51 Prozent am neuen Unternehmen Hegla-Hanic GmbH gehören, wollen die Wattenscheider durchstarten.

„Wir haben uns über viele Jahre erfolgreich behauptet. Aber jetzt haben wir auch die Rahmenbedingungen, um zu wachsen“, so Geschäftsführer Engel. Deutlich zu wachsen. „In den nächsten Jahren wollen wir unseren Umsatz verdoppeln.“ Dabei bleiben die bisherigen Eigentümer an Bord, wenn auch mit einer Minderheitsbeteiligung.

Neue Geschäftsfelder und Absatzmöglichkeiten

2 bis 2,5 Millionen Euro hat Hanic bislang pro Jahr umgesetzt, Hegla-Hanic sollen möglichst bald schon Geschäft für insgesamt 5 Millionen Euro pro Jahr oder noch mehr abwickeln. Zum Verständnis: Eine Spezialsoftware wie die in Wattenscheid entwickelte ist weder von der Stange noch ganz billig. „Zwischen 200.000 und 300.000 Euro kostet sie“, so Klaus Engel.

An Ideen für das Wachstum mangele es nicht. Vor allem aber bieten sich durch den neuen Mitinhaber, der Maschinen für Flachglasproduzenten herstellt, weitere Geschäftsfelder und Absatzmöglichkeiten. „Wir werden auf jeden Fall auch personell wachsen“, sagt Geschäftsführer Engel. Software-Entwickler, Kundenbetreuer, Vertriebsmitarbeiter werden gesucht.

Er ist bereits im Gespräch mit dem Vermieter der Immobilie, um weitere Büroräume anzumieten und damit buchstäblich den Boden zu ebnen für das Wachstum. Nach außen wirken soll die neue Firma mit einem neuen Logo, das derzeit noch in Arbeit ist.

>>> INFO: Weiterhin eigenständig

  • Erfreut sind sie bei Hanic darüber, dass sie als bisheriges Familienunternehmen auch unter dem Dach der Hegla-Gruppe als eigenständiges Unternehmen weiterarbeiten.
  • Die Kunden hätten auf den Einstieg des Maschinenbauers Hegla positiv reagiert.