Studienstart

5700 Erstsemester starten Studium an der Ruhr-Uni Bochum

Die Fahne der Vielfalt wurde an der Ruhr-Uni geschwungen. Am Montag haben 5800 Erstsemester ihr Studium begonnen. Im Audimax fand die Begrüßung statt.

Die Fahne der Vielfalt wurde an der Ruhr-Uni geschwungen. Am Montag haben 5800 Erstsemester ihr Studium begonnen. Im Audimax fand die Begrüßung statt.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.  Der Campus der Ruhr-Uni Bochum war voll. 5700 Erstsemester, noch 300 mehr als gedacht, haben am Montag ihr Studium aufgenommen.

Nach gut einer Stunde öffnen sich die Türen des Audimax der Ruhr-Universität wieder. Heraus strömen die Erstsemester. Auch von der Seite aus dem Hörsaalzentrum Ost, dem HZO, kommen noch einige Neu-Studierende. Dort wurde die zentrale Erstsemesterbegrüßung auf Leinwänden übertragen. Wie gewohnt war im Audimax, es hat 1750 Sitze, kein Platz mehr.

Chemiker kamen in weißen Kitteln

Der offizielle Teil ist nun vorbei. Rektor, Bürgermeisterin und AStA-Vorstand haben geredet, jetzt ist es Zeit auf dem großen Forumsplatz seine Fachschaft zu suchen. Das ist gar nicht so einfach. Die Studierenden der verschiedenen Fakultäten machen mit großen Transparenten auf sich aufmerksam, die UTRM-Fachschaft spielt laute Musik, die kleine Fachschaft für Angewandte Informatik lässt aus voller Kehle ihre Abkürzung „A-I“ über den Campus schallen. Auffällig auch: Die Chemiker, in ihren weißen Kitteln. Sie möchten ihren zukünftigen Kommilitonen bei der ersten Orientierung helfen.

Kontakte knüpfen ist wichtig

„Natürlich ist das Lernen ein wichtiger Teil des Studiums“, sagt Dominik Reinhard von der Fachschaft. „Es ist aber mindestens genauso viel wert, Kontakte zu knüpfen und einen Ausgleich außerhalb der Vorlesungen zu finden.“ Das könne beispielsweise durch (Trink-)Sport, die Fachschaft oder Aktionen und Angebote der Uni geschafft werden. Der 22-jährige ist mittlerweile im Masterstudium und ist zum dritten Mal bei der Ersti-Begrüßung dabei. Für die Neuankömmlinge gibt es gleich erstmal ein Sektfrühstück. Auch das eine oder andere Bier wurde schon vor dem Audimax geöffnet.

Bochum zeigt sich weltoffen

Ganz neu an der Uni sind Soleen Moulla (22) und Theodora Ivanova (19). Die beiden haben sich erst eben vor dem HZO kennengelernt. Soleen Moulla will Umwelttechnik studieren, Theodora Ivanova Humanmedizin. Beide sind schon hochmotiviert: „Ich freue mich, jetzt endlich Studentin zu sein“, sagt Soleen. Von der Stadt selbst ist sie begeistert: „Ich lebe jetzt ein Jahr in Bochum und finde, es ist die beste Stadt.“ Die vielen Studierenden aus allen Fächern und die Weltoffenheit haben es ihr angetan. Da kann selbst die größte deutsche Hansestadt einpacken: „Ich habe vorher in Hamburg gelebt. Aber Bochum hat viel mehr Energie.“

Spannende Aktivitäten

Kirill Kalinin, 18, ist aus Russland für sein Geografie-Studium nach Deutschland gezogen. „Ich hätte zwar auch in meiner Heimat bleiben können, aber die Studien- und Arbeitsbedingungen sind hier viel besser.“ Er beherzigt die Tipps der Fachschaften und freut sich nicht nur auf die Lehrveranstaltungen seiner Fakultät. „Stadt und Uni haben viel zu bieten. Es gibt Sportangebote, spannende Aktivitäten und viele Kulturangebote und Museen.“ Diese Offenheit für neue Menschen und neue Erfahrungen ist ungemein wichtig.

Nicht allein bleiben

Das weiß auch Michaela Wurm vom Studierendenmarketing. Sie organisiert die Begrüßung bereits zum sechsten Mal mit. „Am ersten Tag ist alles neu, alles groß und alles sehr aufregend. Zudem werden die Erstis immer jünger und damit oft auch unsicherer. Es ist wichtig, deshalb nicht allein an der Uni zu sein.“ Auch Kirill Kalinin erkundet den Campus mit zwei Kommilitonen. Die drei waren zwar etwas zu spät für die offizielle Begrüßung, aber so richtig los geht es ja erst jetzt.

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