IGA 2027

1,8 Millionen Euro aus Bochum für die Gartenausstellung 2027

Der Stadtpark rund um den Bismarckturm soll gemeinsam mit anderen Parks im Stadtgebiet über Geh- und Radwege zu einem langen Band verbunden werden. Die Route soll Teil des RVR-Projekts zu Parks und Gärten sein.

Der Stadtpark rund um den Bismarckturm soll gemeinsam mit anderen Parks im Stadtgebiet über Geh- und Radwege zu einem langen Band verbunden werden. Die Route soll Teil des RVR-Projekts zu Parks und Gärten sein.

Foto: Gero Helm

Bochum.   Für das Jahr 2027 plant der Regionalverband Ruhr eine Internationale Gartenausstellung. Bochum ist voraussichtlich mit drei Projekten dabei.

Als eine von 53 Städten und Kreisen möchte Bochum Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 werden. So viel ist sicher – spätestens seit der Rat am Donnerstag auch formal die laufenden Planungen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) dazu unterstützt und einen finanziellen Beitrag zugesichert hat.

Jährlich jeweils 61.500 Euro wird die Stadt von 2019 bis 2028, insgesamt 615.000 Euro, zum Durchführungshaushalt der noch zu gründenden Projektgesellschaft beisteuern. Der Haushalt deckt das laufende Geschäft – unabhängig von den geschätzten Investitionskosten in Höhe von etwa 200 Millionen Euro.

Nur alle zehn Jahre ausgetragene Leistungsschau

Dabei ist noch unklar, wie groß Bochums inhaltlicher Beitrag an der nur alle zehn Jahre ausgetragenen Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus tatsächlich sein wird. Drei Projekte sind dazu angemeldet: Die Parkroute sieht eine Aufwertung von Stadtpark, Stadtgarten Wattenscheid, Westpark, Schlosspark Weitmar und Botanischer Garten sowie ausgeschilderte Geh- und Radwegverbindungen zwischen allen Parks vor.

In den Gärten der Erinnerung soll der Wandel der Bestattungskultur am Beispiel des Hauptfriedhofs und dem Blumenfriedhofs thematisiert werden. Außerdem soll am Beispiel des Friedhofs Hamm gezeigt werden, wie ein aufgegebener Friedhof genutzt werden kann.

Insgesamt 80 Projekte angemeldet

Schließlich geht es im dritten Projekt unter der IGA-Überschrift „Wie wollen wir morgen leben?“ am Beispiel des künftigen Ostparks darum, zu zeigen, wie unsere Städte auf das sich verändernde Klima reagieren können – etwa durch große Photovoltaikflächen oder die Nutzung von Grubenwasser.

„Die Entscheidung darüber fällt ein RVR-Gremium, das sich mit allen Vorschlägen beschäftigt“, sagt Andrea Baltussen vom Umwelt- und Grünflächenamt. Insgesamt seien etwa 80 Projekte angemeldet. Die Planerin ist zuversichtlich, dass Bochum mit allen drei Projekten vertreten sein wird und bestenfalls im Detail Abstriche gemacht werden müssen.

Dabei geht es nicht nur darum, mit möglichst innovativen Projekten vor dem Qualitätsgremium zu bestehen, sondern auch darum, Fördergelder für die Umsetzung einzuwerben. Etwa sieben Millionen Euro – so die Schätzungen – wird es kosten, wenn Bochum mit allen drei Projekten bei der IGA dabei ist. Bochums Eigenteil beläuft sich auf etwa 1,2 Millionen Euro – der Gesamtkostenteil an der Gartenausstellung neben den 615.000 Euro für die Durchführung würde etwa 1,8 Millionen Euro ausmachen.

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