Das Ticketkontingent war ruckzuck vergriffen. Noch vor Freitagmittag hatte der VfL Bochum alle zur Verfügung stehenden Eintrittskarten für das Gastspiel bei Arminia Bielefeld am 2. Mai (13 Uhr, Sky) verkauft. Mindestens 2700 Fans werden die Mannschaft von Uwe Rösler also zum vorletzten Auswärtsspiel auf die Alm begleiten.

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Ein Hinweis im Ticketshop allerdings sorgte unter den Anhängern des VfL Bochum für Verwunderung. „Hinweis: Die aktive Fanszene befindet sich in den Sitzplatzblöcken A2 und B1. In diesen Blöcken kann es zu Sichtbehinderungen, insbesondere durch das Schwenken von Fahnen und/oder stehende Zuschauer, kommen“, hieß es im Online-Ticketshop des VfL Bochum.

VfL Bochum: Ultras rufen zum Stimmungsblock auf

Am Donnerstag hatte die aktive Fanszene des VfL Bochum über ihren Kanal „Blick in die Kurve“ dazu aufgerufen, dass sich alle Fans des VfL Bochum, die sich am Support beteiligen wollen, Karten für die Sitzplatzbereiche kaufen sollen. „Alle nach Bielefeld auf den Sitzer! Blöcke A2 und B1“, hieß es in einem Statement. Der Verein reagierte somit auf den Aufruf der eigenen Anhänger.

Nötig scheint der Hinweis dadurch geworden zu sein, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Beschwerden aus den eigenen Fanreihen kam. Vor allem nach dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf, in dem die Ultras des VfL Bochum größtenteils im Oberrang von den Sitzplätzen aus ihre Mannschaft unterstützten und dabei Pyrotechnik zündeten, gab es lautstarke Kritik daran. Auch, weil einige Zuschauer gewaltsam vorgegangen sein sollen, als andere Fans auf die Plätze bestanden, die auf ihren Tickets ausgezeichnet waren.

VfL Bochum wollte Kartenvergabe regulieren

In Gästeblöcken – vor allem in den Sitzplatzbereichen, wenn die aktive Szene auf diese ausweicht – gilt häufig das ungeschriebene Gesetz der freien Platzwahl. Immer wieder sorgt dies allerdings für Unstimmigkeiten, weil Zuschauer gern in Ruhe Fußball im Sitzen auf ihren teuer bezahlten Plätzen verfolgen möchten. Nach dem Spiel in Düsseldorf ließ der Verein daher damals verlauten: „Der VfL wird nicht zulassen, dass Familien und Kinder sich unwohl oder bedroht fühlen, und deshalb zukünftig die Vergabe der Auswärtstickets – insbesondere die Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen – anpassen und neu reglementieren.“

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Für das Auswärtsspiel in Bielefeld, die Anhänger beider Klubs verbindet eine tiefe Abneigung, schien es allerdings nicht vollständig zu verhindern zu sein, dass das Stimmungszentrum trotzdem in den Sitzplatzblöcken zu finden sein wird. Deshalb verwies der VfL Bochum bereits vor dem Ticketverkauf auf mögliche Einschränkungen.