Sie haben es wieder getan: Einige Anhänger des VfL Bochum haben auch das jüngste Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:2) dazu genutzt, um die Partie mit Pyrotechnik einzuleiten. Das wird dem VfL eine weitere Geldstrafe einbringen. Doch auch für die Fans wird es jetzt Konsequenzen geben.

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Das hat der VfL Bochum in einem Statement am Dienstagmorgen, 3. März, klargemacht. „Neben dem intensiven Abbrennen von Pyrotechnik, durch das einige Personen zu Schaden kamen, wurden Sitzplatzbereiche unberechtigterweise und unter Androhung von Gewalt vereinnahmt. Dies ist in keiner Weise tolerierbar und wird aufs Schärfste verurteilt, denn die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Anhänger stehen über allem“, schreibt der Klub.

Dass sich Pyro-Zündler im Block verteilen, um das Gesamtbild stimmig erscheinen zu lassen, ist gängige, wenn auch, mit Blick auf das Abbrennen von Bengalos und Ähnlichem, natürlich verbotene Praxis. Gerade bei Auswärtsspielen kommt es aber auch immer wieder zu Problemen, wenn sich Fangruppen auch in Sitzplatzbereichen koordiniert positionieren wollen und andere Anhänger gezwungen werden, ihre zugewiesenen Plätze zu räumen.

Bislang ist der VfL Bochum der aktiven Fanszene in der Regel entgegengekommen und hat den Ultra-Gruppen auch die Sitzplatz-Blöcke zur Verfügung gestellt. So auch am vergangenen Freitag in Düsseldorf, als die ersten drei Reihen des Oberrangs für diese Fangruppen eingeplant waren. Um ein kompakteres Bild zu erzeugen, wurden diese Reihen aber freigelassen, sodass es im restlichen Block an der einen oder anderen Stelle etwas voller wurde. Einzelne auf den Karten ausgezeichnete Sitzplätze standen so nicht zur Verfügung. Was in Auswärtsspielen oft gängige Praxis ist. Meist herrscht das ungeschriebene Gesetz der freien Platzwahl.

Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum
Anhänger des VfL Bochum brennen beim Spiel Düsseldorf Pyrotechnik ab.© dpa | Waelischmiller

Dennoch hat der VfL aus seiner Sicht jetzt genug gesehen. Es gehe darum, „ein Höchstmaß an Sicherheit in Fußballstadien zu gewährleisten“, was aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung bleibe. Auswärts habe der Klub wenig Handhabe, weil „das Hausrecht sowie die Umsetzung dessen (beim) Gastgeber (liegen)“.

VfL Bochum will bei den Tickets ansetzen

Also will der VfL Bochum da ansetzen, wo er noch ansetzen kann: bei den Tickets, die stets über den eigenen Shop verkauft werden. „Der VfL wird nicht zulassen, dass Familien und Kinder sich unwohl oder bedroht fühlen, und deshalb zukünftig die Vergabe der Auswärtstickets – insbesondere die Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen – anpassen und neu reglementieren.“

Wie genau das aussehen soll, hat der Klub allerdings nicht verraten. Eine Option könnte darstellen, dass die Ultras für die künftigen Spiele keine Sitzplatzkarten mehr zugeteilt bekommen. Außerdem wird „aufgrund der jüngsten Ereignisse einen Lenkungskreis gemeinsam mit der Stadt, der Polizei und der Feuerwehr ins Leben gerufen, um weitere Maßnahmen für ein sichereres Stadionerlebnis zu diskutieren und umzusetzen“. Die Fans dürften also nicht die bereits befürchteten Folgen erwarten.