Die Fackeln in beiden Kurven waren noch nicht verglüht, da machte der VfB Stuttgart kurz nach dem Wiederanpfiff den Deckel drauf. Gleich mehrere Spieler des VfL Bochum bekamen den Ball an der eigenen Strafraumkante nicht weg, da flankte Jamie Leweling auf Deniz Undav. Der Nationalspieler streichelte den Ball mit seinem Kopf ins lange Eck. 2:0 für den Titelverteidiger im DFB-Pokal – und das in Überzahl, nachdem die Bochumer schon vor der Pause einen bitteren Tiefschlag hatten hinnehmen müssen. Philipp Strompf „krönte“ seine schwache Halbzeit mit einer umstrittenen Roten Karte, nachdem er die Gäste mit seinem Eigentor schon nach zwölf Minuten in Führung gebracht hatte.
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Dabei fing das Achtelfinale so gut an für die Hausherren, die mit tiefer Verteidigung, Kampf, Leidenschaft und vollem Laufeinsatz die Gäste im Griff hatten. Gegen den Ball verteidigte der VfL mit einer Fünferkette, weil Ibrahima Sissoko zwischen Strompf und Noah Loosli zurück rückte. Davor schob ein Viererriegel hin und her, der die Räume für die spielstarken Stuttgarter äußerst eng machte.
VfL-Elf vergibt Chancen – VfB geht durch Strompf-Eigentor in Führung
Die jüngste VfL-Pokal-Elf seit der Saison 1960/61 mit im Schnitt 23,81 Jahren setzte wie angekündigt aus dieser Formation Nadelstiche und hätte zu Beginn der Partie durchaus in Führung gehen können. Cajetan Lenz schickte Kjell Wätjen auf der linken Seite. In seinen Abschluss bekam Julian Chabot aber noch den Kopf dazwischen. Die folgende Ecke von Maximilian Wittek wurde brandgefährlich, weil Noah Loosli frei zum Kopfball kam. Fabian Bredlow, der Pokal-Keeper des VfB, konnte den Ball aber gerade so wegfischen.

Im Tor war der Ball dann auf der anderen Seite. Nur Sekunden, bevor beide Kurven ihren Protest gegen die möglichen Maßnahmen der Innenministerkonferenz beendeten, klingelte es im Kasten von Timo Horn (12.). Nach einem Einwurf von der linken Seite von Ramon Hendriks stieg Strompf am höchsten, verlängerte den Ball aber unhaltbar für Timo Horn ins lange Eck.
VAR-Eingriff: Strompf sieht Rot nach Notbremse kurz vor der Pause
Die Bochumer steckten nicht auf. Nach einem Steilpass von Mats Pannewig lief Farid Alfa-Ruprecht allein auf Bredlow zu. Der Flügelflitzer kam zuerst an den Ball und versuchte es mit einer Direktabnahme, die allerdings weit am Tor vorbeiging (20.). Noch vor der Pause verpassten er und Francis Onyeka den Ausgleichstreffer (32.) genauso wie der starke Wätjen, der sich den Ball in der 36. Minuten einen Tick zu weit vorlegte.
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Der VfL war noch voll im Spiel – bis zur 45. Minute. Strompf verstolperte den Ball nach einem Einwurf und traf bei seiner Klärungsaktion neben dem Ball auch Deniz Undav. Schiedsrichter Florian Badstübner entschied auf Gelb, dann schaltete sich der VAR ein – und nach Ansicht der TV-Bilder revidierte der schwache Schiedsrichter seine Entscheidung. Der bis dahin äußerst unglücklich agierende Strompf flog wegen der Vereitelung einer klaren Torchance vom Platz.

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Den Pokal-K.-o. setzte dann Undav, was auch Rösler offenbar so sah. Seine Auswechslungen deuteten an: Am Samstag steht das nächste wichtige Spiel gegen Arminia Bielefeld in der Liga an. Dann soll sich seine Mannschaft wieder für einen guten Auftritt belohnen.








