Uwe Rösler richtete einen flammenden Appell an die Fans des VfL Bochum vor dem Heimspiel im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den VfB Stuttgart am Mittwochabend (18 Uhr). „Ich wünsche mir, dass wir zusammen eine Stimmung erzeugen können, wie es gegen Hertha war“, sagte der Erfolgstrainer. „Beim Warmmachen, ab der ersten Minute, wenn nötig bis zur 122. Minute. Wir wollen die Bochum-Atmosphäre unter Flutlicht empfinden. Das beflügelt die Mannschaft und mich. Dann haben wir eine Chance“, so der 57-Jährige.

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Zu diesem Zeitpunkt dürfte er schon gewusst haben, dass die aktiven Fanszenen beider Klubs in den ersten zwölf Minuten wieder einmal schweigen werden. Auch im DFB-Pokal tragen sie ihren Protest gegen die geplanten Maßnahmen der Innenminister-Konferenz vom 3. bis zum 5. Dezember in die Stadien. Rösler ließ es trotzdem nicht unversucht, wohlwissend, dass seine Mannschaft gegen den amtierenden Pokalsieger jede Unterstützung gebrauchen kann.
Er selbst hat mit der Aufstellung ein deutliches Zeichen gesetzt. Wie schon in Fürth startet Ibrahima Sissoko auf der Sechs. Er wird wieder neben Cajetan Lenz auflaufen. Wieder in der Startelf stehen Kjell Wätjen und Mats Pannewig, genauso wie Farid Alfa-Ruprecht. Gar nicht im Kader steht allerdings Gerrit Holtmann. Er hatte in Fürth einen heftigen Schlag auf das Schienbein und die Wade einstecken müssen. Am Dienstag allerdings sagte Rösler noch, dass es ihm gutgehe – für den Kader reichte es aber offenbar nicht. Ähnlich wie bei Koji Miyoshi, der Probleme mit dem Oberschenkel hatte. Auch er fehlt im Kader. Raus aus der Startelf rotiert Philipp Hofmann.
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VfL Bochum - VfB Stuttgart: Die Aufstellung
VfL Bochum: Horn - Wittek, Strompf, Loosli, Morgalla - Sissoko, Lenz - Wätjen, Pannewig, Alfa-Ruprecht - Onyeka.
VfB Stuttgart: Bredlow - Mittelstädt, Hendriks, Chabot, Jeltsch, Assignon - Stiller, Karazor - Leweling, El Khannouss - Undav.
Nach seiner Verletzung wieder im Kader steht Ibrahim Sissoko, der am vergangenen Wochenende noch in der U21 gut aufgelegt sein Comeback gegeben hatte. Auf der Bank sitzt neben ihm und Hofmann auch Michael Obafemi. Rösler kann also von der Bank eine Menge Offensivkraft aufbieten.
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Wie ernst etwa die Schwaben die Partie nehmen, wurde am Sonntag deutlich, als Trainer Sebastian Hoeneß einige Star-Spieler beim Hamburger SV zunächst schonte. Es rächte sich allerdings, der VfB verlor spät mit 1:2. Doch auch Rösler rotierte beim 3:0-Sieg in Fürth. Am Mittwoch wird die Mannschaft ein anderes Gesicht haben.
VfL Bochum: Viele Augen sind auf Deniz Undav gerichtet
„Wir brauchen eine laufstarke Mannschaft, die attackiert und verteidigt“, sagte Rösler am Dienstagnachmittag bereits auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Wir müssen auch akzeptieren, dass wir manchmal den Ball nicht haben werden. Wir müssen drin bleiben, damit sie uns nicht müde spielen. Wir müssen aber auch das Spiel beruhigen. Das ist unsere Herausforderung.“ Diese wird groß sein, Rösler hält den VfB Stuttgart vor allem im Offensivspiel für die derzeit zweitbeste Mannschaft nach dem FC Bayern. Viel wird also auch davon abhängen, ob die Mannschaft Deniz Undav verteidigt bekommt, oder nicht.








