Das 0:0 in Heidenheim war zu wenig für den VfL Bochum. Der Klassenerhalt ist noch möglich, aber wird immer schwieriger zu schaffen. Klar ist, das nächste Spiel, das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 muss Bochum gewinnen. Klar war bisher auch, dass sich der Vertrag von Trainer Dieter Hecking im Falle des Klassenerhaltes um zwei Jahre verlängert. Mehr als möglich schien indes, dass er auch im Abstiegsfall Trainer in Bochum bleiben würde. In dieser Woche hatte diese Redaktion berichtet, dass es gute Signale gebe. Und so kommt es auch.

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Die Meldung, dass Hecking ligaunabhängig Trainer bleibt, hatte die Medienabteilung des Klubs bereits vorbereitet. Weniger als eine halbe Stunde nach der Partie in Heidenheim kam sie: „Der VfL Bochum und Dieter Hecking gehen gemeinsam in die Zukunft – und das ligaunabhängig. Der Cheftrainer verlängert seinen Vertrag, der auch für die 2. Bundesliga gilt, vorzeitig bis 2027.“
Ein paar Minuten zuvor hatte Hecking in der Pressekonferenz auf Nachfrage von Radio-Reporter Günther Pohl bereits erklärt, dass er Trainer bleibt. „Es ist so, dass der VfL mir ein wertschätzendes Angebot gemacht hat. Ich habe immer betont, dass ich mir alles anhöre, auch aufzeige, was ich will. Ich bleibe auch in der 2. Liga, falls wir absteigen sollten.“
Hecking: „Ich fühle mich wohl beim VfL Bochum“
„Ich habe immer betont, wie wohl ich mich beim VfL fühle und dass ich mir durchaus vorstellen kann, diesen tollen Verein auch im Abstiegsfall zu betreuen, wenn die Voraussetzungen stimmen“, wird Hecking in der Mitteilung des Vereins zitiert. „Dazu haben uns in den vergangenen Tagen intensiv ausgetauscht. Ich wollte das Thema vom Tisch haben – jetzt gilt es nach dem Spiel in Heidenheim alles dafür zu tun, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Der Glaube daran ist nach wie vor da.“
Auf die Frage dieser Redaktion, was den Ausschlag gab, auch mit in die 2. Liga zu gehen, sagte der 60-Jährige bei der Pressekonferenz: „Wenn man sich wohlfühlt an einem Ort, wenn man die Wertschätzung spürt, die ich vom Verein bekomme, von den Spielern, vom Umfeld, von den Fanlagern, dann muss man in meinem Alter auch mal fragen: Was willst du eigentlich? Willst Du Spaß haben oder willst du warten, dass du von einem Verein zum anderen wechselst? Der VfL Bochum ist ein toller Verein, das habe ich kennenlernen dürfen. Es macht Spaß hier zu arbeiten.“
VfL Bochum erfüllt Kernbedingungen von Dieter Hecking
Wichtig sei es, dass der Klub auf der Trainerposition Klarheit habe - und eine gehobene Zweitliga-Perspektive. „Wenn wir den bitteren Weg gehen müssten, ist auch meine Erfahrung ein Stück weit gefragt, dem Verein auch zu helfen, an der Struktur etwas zu erarbeiten und vor allem auch eine Mannschaft hinzustellen, die in der nächsten Saison wieder gut Fußball spielt.“ Der direkte Wiederaufstieg wäre im Abstiegsfall das Ziel. „Mein Ja-Wort war ja auch geknüpft an Bedingungen“, betonte Hecking.
Kernbedingung war nach unseren Informationen, dass er eine realistische Chance aufgezeigt bekam, mit dem VfL in der kommenden Saison oben mitspielen zu können. Der Etat soll bei 23 bis 25 Millionen Euro und damit weit im oberen Drittel liegen.
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VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig sieht in der Vertragsverlängerung ein positives Signal zu keinem einfachen Zeitpunkt. „Es hilft uns enorm dabei, nun mit Hochdruck die Planungen ligaunabhängig voranzutreiben. Dennoch sind wir natürlich optimistisch, dass wir nach diesem wichtigen Spiel auch nächstes Jahr in der Bundesliga dabei sein werden.“
Dufner: „Konstellation Hecking/VfL passt sehr gut“
Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner hatte wenige Minuten vorher bereits bei DAZN angedeutet, dass es bald zu dieser Vertragsverlängerung kommen werde. „Er hat ein entsprechendes Angebot vorliegen. Ich gehe davon aus, dass er bald zusagen wird. Dieter Hecking genießt beim VfL Bochum große Wertschätzung.“
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In der Mitteilung wird Dufner so zitiert: „Wir sind alle gemeinsam davon überzeugt, dass die Konstellation Dieter Hecking/VfL Bochum für beiden Seiten sehr gut passt und er der richtige Trainer für uns ist – egal in welcher Liga. Unsere Aufgabe ist es nun, sein frühzeitiges Bekenntnis dazu zu nutzen, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison zusammenzustellen.“
Dufner: „Das 0:0 ist zu wenig“
Und das eben auch, weil er es Woche für Woche schafft, die Mannschaft wieder aufzurichten. „Ich bin erst seit ein paar Wochen hier“, sagte Dufner. „Aber es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Mannschaft jede Woche nach dem nächsten Nackenschlag wieder aufrichtet und alles reinwirft.“
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Dufner fasste aber auch klar zusammen, was der Mannschaft fehlt. „Wenn wir es nicht schaffen, uns Torchancen zu erspielen und Tore zu schießen, wird es schwer Spiele zu gewinnen. Wir hatten das Spiel in Heidenheim als Endspiel für uns ausgerufen. Deswegen ist das 0:0 zu wenig.“
Rechnerisch möglich ist der Klassenerhalt noch. Hecking hatte bei der Vertragsverlängerung Ende März gesagt, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass er auch im Abstiegsfall Trainer in Bochum bleiben würde. Es käme auf die Art und Weise an, wie sich das Team präsentiere.







