Eines steht bereits vor Anpfiff des Drittliga-Topspiels zwischen Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen wohl fest: Hitzig und umkämpft dürfte es werden, wenn der Tabellenzweite RWE am Sonntag (13.30 Uhr, MagentaSport) beim drittplatzierten Verfolger antritt. Es steht schließlich eine Menge auf dem Spiel, die Partie kann richtungsweisend für den weiteren Verlauf des Aufstiegskampfes in der 3. Liga sein.

Rot-Weiss Essen: Bisher zwei Spiele mit Beteiligung von Schiedsrichter Robert Hartmann

Womöglich liegt es auch an der brisanten Ausgangslage, dass ein erfahrener Bundesliga-Schiedsrichter die Begegnung leiten wird. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schickt Robert Hartmann nach Cottbus. Der 46-Jährige pfeift bereits seit 2011 in der höchsten deutschen Spielklasse und kommt dort auch 15 Jahre später noch regelmäßig zum Einsatz.

VfL Wolfsburg v FC St. Pauli 1910 - Bundesliga
Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann, hier bei einem Spiel des VfL Wolfsburg im Einsatz, pfeift am Sonntag den Drittliga-Aufstiegsgipfel zwischen Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen.© Getty Images | Ronny Hartmann

Zuletzt war Hartmann, gebürtig aus dem Allgäu, beim Duell zwischen Werder Bremen und RB Leipzig (1:2) vor knapp zwei Wochen in der Bundesliga aktiv. Insgesamt blickt Hartmann auf 177 Einsätze im Oberhaus, 140 in der 2. Bundesliga und 33 im DFB-Pokal zurück. In der 3. Liga pfiff er bisher 49 Partien – keine davon in der laufenden Saison.

Mit RWE hatte er ebenfalls bereits Berührungspunkte. In der Saison 2008/09 leitete er einen 2:0-Sieg der Rot-Weissen gegen die SG Wattenscheid in der damaligen Regionalliga. Frischer dürften die Erinnerungen an Hartmanns zweiten und bislang letzten Auftritt mit Essener Beteiligung sein: Das war in der Spielzeit 2022/23 bei der 1:3-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden. Damals erzielte RWE ein strittiges Tor, Hartmann ließ es zählen. Spiele der Cottbuser pfiff Hartmann achtmal, zuletzt 2016 im DFB-Pokal gegen Mainz (0:3).

Rot-Weiss Essen: Beim Derby fiel der Bundesliga-Schiri aus

Schon beim Derbysieg der Essener gegen den MSV Duisburg Anfang des Monats (1:0) war ein Unparteiischer aus der Bundesliga vorgesehen. Damals sollte Dr. Robin Braun die Partie leiten, er fiel allerdings kurzfristig erkrankt aus. Vorher hatte RWE-Trainer Uwe Koschinat die Schiri-Ansetzung begrüßt: „Ich gehe davon aus, dass der DFB sich bei der An­setzung etwas gedacht hat“, sagte Koschinat und verwies auf die Anforderungen eines Derbys. Ein erfahrener Referee bringe genau das mit, was in solchen Spielen gefragt sei: „Jemand, der diese Atmosphäre kennt, der eine gewisse Resilienz mitbringt.“