Aufstiegsaspirant Rot-Weiss Essen konnte sich am vergangenen Samstag bei Schiedsrichter Luca Jürgensen bedanken, dass man beim letztlich deutlichen 4:1-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt mit elf Mann zu Ende spielen durfte. Eine Szene in der 41. Minute wurde zum großen Aufreger der Drittliga-Partie. Im Mittelpunkt: Linksaußen Lucas Brumme.
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Bei einem Konterversuch wurde der Essener von seinem Gegenspieler regelwidrig gehalten, verlor so den Ball und setzte dann zu einer Grätsche mit offener Sohle gegen Goergios Antzoulas an, den er dann auch sehr heftig traf. Der Grieche blieb verletzt auf dem Boden liegen, Schiedsrichter Jürgensen schaute sich den Zustand des FCI-Spielers gleich zweimal an und zückte dann die Gelbe Karte. Glück im Unglück für RWE und Brumme beim Stand von 1:1.

Rot-Weiss Essen im Gelb-Glück bei Brummes Foul
„Wenn es blöd läuft, kriegt er Rot“, sagte RWE-Kapitän Klaus Gjasula bereits unmittelbar nach Schlusspfiff über die Szene. „Wir können froh sein, dass er nur die Gelbe bekommen hat. Er ist trotzdem sehr wichtig für uns und wird uns in Cottbus fehlen. Es wäre fatal gewesen, wenn er noch länger ausgefallen wäre.“

Dass die Essener Glück hatten, sieht Babak Rafati nicht anders. Bei „liga3-online.de“ ordnete der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter die Szene ein. „Brumme legt sich den Ball etwas zu weit vor und grätscht dann zum Spielgerät, trifft dabei aber nur seinen Gegenspieler Antzoulas mit gestrecktem Bein und offener Sohle am Schienbein, was sehr schmerzhaft sein kann.“
Rafati: Brumme hätte zwingend Rot sehen müssen
Rafatis eindeutiges Urteil: „Mit dieser Spielweise nimmt er die Gesundheitsgefährdung des Gegenspielers in Kauf, sodass die Rote Karte unausweichlich und zwingend vorgeschrieben ist. Eine Fehlentscheidung, bei diesem Trefferbild nur Gelb zu zeigen.“ Schiri Jürgensen entschied nach Ansicht des 55-Jährigen also eindeutig zu milde.
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Gesperrt ist Brumme für das nächste Spiel trotzdem, weil es seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison war. Am kommenden Sonntag steht für Rot-Weiss Essen der womöglich richtungsweisende Aufstiegs-Kracher gegen den Dritten Energie Cottbus (13.30 Uhr, Magenta Sport) auf dem Programm.






