Reaktionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Der 2026 noch ungeschlagene VfL Osnabrück ließ sich nach dem 3:0-Sieg von seinen Fans feiern, die Akteure von Rot-Weiss Essen mussten sich indes der Kritik ihrer frustrierten Fans im Gästeblock stellen. Beide Klubs haben das gleiche Ziel: den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Während in Osnabrück das Ziel 2. Liga klar kommuniziert wird, übt man sich in Essen im Understatement.
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Vor dem Spiel äußerte sich VfL-Coach Timo Schultz zum Gegner Essen und weiteren Kandidaten im Aufstiegskampf bei „MagentaSport“ und meint: „Es stapeln immer alle tief. Sie haben aber einen Mords-Etat, eine Riesen-Infrastruktur und spielen seit Jahren in der Liga, teilweise auch oben mit. Wenn nicht Rot-Weiss Essen oder Hansa Rostock aufsteigen will, wer denn dann?“
VfL-Coach Schultz: „Weiß nicht, was an der Aussage so verwunderlich ist“
Nach dem Spiel muss man dann wohl festhalten: Der VfL Osnabrück ist ein Top-Kandidat auf den Sprung in die 2. Bundesliga und geht dieses Ziel auch weiterhin offensiv an. Die VfL-Profis halten die Kommunikation für sehr gut. „Das ist genau die richtige Herangehensweise. Niemand will um die goldene Ananas spielen. Wir sind sehr gut damit gefahren, dass wir das relativ früh gesagt haben. Das war vom Winter an unser Anspruch. Ob man nur in der Kabine darüber spricht oder überall, macht keinen Unterschied. Wir können offen darüber reden“, meinte Osnabrücks Kapitän Jannik Müller bei „MagentaSport“.

Trainer Schultz sagte nach dem 3:0-Erfolg über Essen: „Es ist vor allem für unsere Fans schön. Ein schöner Brückentag, sagt man hier in Osnabrück. Hintenraus ist die Stimmung immer noch gut. Wir hatten auch in der ein oder anderen Situation Glück, da müssen wir ehrlich sein. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Die Zuschauer sind über 90 Minuten komplett auf ihre Kosten gekommen.“
Über seine Aussage vor dem Spiel und die eigenen Aufstiegsambitionen betonte er noch einmal: „Ich gehe davon aus, dass die Mannschaften unter den ersten 7 alle aufsteigen wollen. Ich weiß gar nicht, was an der Aussage so verwunderlich ist. Natürlich wollen wir das. Wir werden auch mal Phasen drin haben, wo wir vielleicht mal nicht gewinnen oder zwei Spiele hintereinander verlieren. Das ist ganz normal. Zwischen Platz 1 und 7 ist alles so eng beieinander.“



