Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende entgegen – auch für Rot-Weiss Essen. Heute (14 Uhr) absolviert der Drittligist das letzte Spiel des Jahres gegen den taumelnden SSV Ulm 1846. Für beide Mannschaften ist die Ausgangssituation klar: RWE braucht einen Sieg, um ganz oben dranzubleiben und die Aufstiegsplätze zu attackieren. Der SSV Ulm muss dagegen punkten, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren.

+++ Heute live! RWE gegen SSV Ulm: Neuzugang fliegt aus dem Essener Kader +++

Spannung ist vorprogrammiert an der Essener Hafenstraße, die mit rund 17.000 Zuschauern gut besucht sein wird. 16.850 Tickets wurden bereits verkauft. 700 Fans kommen aus Ulm, darunter auch Anhänger von RWE-Rivale Rot-Weiß Oberhausen, die eine Fanfreundschaft mit den „Spatzen“ pflegen.

Rot-Weiss Essen heute gegen Ulm: Personell sieht es deutlich besser aus

Personell sieht es bei den Essenern deutlich besser aus als noch im Vergleich zum torlosen Remis in Verl. Ahmet Arslan und Ramien Safi sind nach ihrer Erkältung wieder fit, auch Rechtsverteidiger Michael Kostka hat seinen Trainingsversuch erfolgreich gemeistert und kehrt wieder in den Kader zurück. „Bei Michael haben wir uns bewusst etwas mehr Zeit gelassen. Die letzten beiden Einheiten haben keine Probleme ergeben“, erklärte RWE-Trainer Uwe Koschinat vor dem Spiel.

Ramien Safi und Ahmet Arslan sind gute Freunde. Am Samstag können beide wieder spielen.
Ramien Safi und Ahmet Arslan sind gute Freunde. Am Samstag können beide wieder spielen.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Die schwierige Situation des kommenden Gegners erinnert Koschinat stark an die brenzlige Lage im Dezember 2024, als er Rot-Weiss Essen auf einem Abstiegsplatz übernommen hatte: „Das ist wirklich genau die gleiche Tabellen- und Punktekonstellation. Auch wir sind damals mit 16 Punkten ins letzte Spiel gegen Stuttgart gegangen. Dazu fahren sie mit großen Personalproblemen nach Essen. Das ist deckungsgleich mit unserer Situation vor dem Stuttgart-Spiel. Es ist für uns ein sehr herausforderndes Spiel. Wir haben jetzt die Chance, aus einer guten eine herausragende Saison zu machen.“

Rot-Weiss Essen: Uwe Koschinat lässt die Systemfrage offen

Bei diesem Vorhaben ließ der Coach noch die Herangehensweise offen: Viererkette oder wieder Dreierkette wie zuletzt in Verl? Für beide Varianten gibt es Argumente. Koschinat betonte: „In Verl war es einfach wichtig, dass wir ein Sicherungselement mehr im Team hatten. Unsere Zusammensetzung mit der Dreierkette und davor mit Gjasula war schon eingespielt. Es ergeben sich unterschiedliche Optionen. Für mich war die Wahl in Verl die richtige, aber es ist keine Blaupause für Ulm. Ich empfinde die Flexibilität als sehr angenehm. Das zeichnet uns aktuell aus. Wir sind ein schwer vorzubereitender Gegner.“

Einer der Anführer bei Rot-Weiss Essen: Klaus Gjasula.
Einer der Anführer bei Rot-Weiss Essen: Klaus Gjasula. © FFS | Tillmann

Kurz vor dem Jahreswechsel ist das Thema Wintertransfers rund um die Essener Hafenstraße präsent. RWE-Boss Marc-Nicolai Pfeifer bestätigte, dass der ambitionierte Drittligist auf dem Transfermarkt nachlegen wird – möglichweise sogar auf drei Positionen. Uwe Koschinat wollte sich öffentlich nicht an diesen Diskussionen beteiligen, sondern hob die Leistung der Mannschaft im Kalenderjahr 2025 hervor. Zur Erinnerung: RWE holte 70 Punkte und damit mehr als jedes andere Team: „Die Punkteausbeute ist gut, auch wenn wir noch unfassbar viel Luft nach oben haben. Viele Spieler waren in der Hinrunde nicht an ihrem Optimum, trotzdem spielen wir sehr weit oben mit.“

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Rot-Weiss Essen: Klartext zu Verl-Nullnummer, Transfers und JHV
Vonne Hafenstraße - Inside RWE
 

Wintertransfers? RWE-Trainer Uwe Koschinat will über seine Spieler reden

Sein Zusatz: „Die Mannschaft hat 2025 einen sensationellen Job gemacht. Wenn wir über Spieler wie Gjasula, Arslan oder Schultz reden, dann reden wir über Spieler, die in einem Kader waren, der 70 Punkte geholt hat. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und wir haben ja noch ein Spiel. Insofern fände ich es als Trainer ungebührlich, wenn ich ständig sage, wir brauchen aber ganz viel Neues, um besser zu sein.“

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