• Rot-Weiss Essen spielte 0:0 beim SC Verl. Nun peilt die Mannschaft zum Jahresabschluss gegen den SSV Ulm 1846 einen Heimdreier an. Beide Teams brauchen Punkte, um ihre Ziele zu erreichen.
  • Dabei sind vier Spieler von Rot-Weiss Essen vorbelastet. Einem Quartett droht eine Sperre.
  • Besonders bitter wäre, wenn RWE zum Kracher-Rückrundenauftakt beim TSV 1860 München auf Leistungsträger verzichten muss.

Das torlose Topspiel zwischen dem SC Verl und Rot-Weiss Essen war arm an Höhepunkten, aber sehr intensiv und umkämpft. Wenige hochkarätige Torchancen, dafür viele Zweikämpfe. Ein Beleg: Insgesamt verteilte der gute Schiedsrichter Christian Ballweg acht Gelbe Karten – fünf davon gingen auf das Konto der Essener.

Wöchentlich

Rot-Weiss Essen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zu RWE.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Mit Kaito Mizuta, Jannik Hofmann und Mittelfeldabräumer Klaus Gjasula kassierten bereits drei Akteure ihre vierte Gelbe Karte. Auch Abwehrspieler Tobias Kraulich sah viermal Gelb in dieser Saison. Damit droht diesem Quartett eine baldige Sperre. Pikant: Zum Auftakt der Rückrunde gastiert RWE im Januar beim Tabellennachbarn TSV 1860 München. Es könnte ein richtungsweisendes Duell im Aufstiegskampf werden. Wenn es schlecht läuft, könnten mehrere Essener Spieler dabei gesperrt fehlen.

Rot-Weiss Essen: Chaos-Klub SSV Ulm 1846 reist an die Hafenstraße

Zunächst wartet auf RWE allerdings noch die Aufgabe SSV Ulm 1846. Am kommenden Samstag (20 .Dezember, 14 Uhr) empfängt der Tabellensechste den Drittletzten der Tabelle. Die Ulmer starteten ambitioniert in die Saison, nach 18 Spielen steht der Zweitliga-Absteiger allerdings mit dem Rücken zur Wand. Eine ähnliche Situation wie bei Rot-Weiss Essen im vergangenen Jahr.

Pavel Dotchev steht seit November an der Seitenlinie des SSV Ulm 1846.
Pavel Dotchev steht seit November an der Seitenlinie des SSV Ulm 1846. © Robert Michael/dpa | Robert Michael

Neben dem 1. FC Saarbrücken ist Ulm der Chaos-Klub der bisherigen Saison. Die Mannschaft war zuletzt heftig zerrüttet. Beide Kapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag wandten sich in einem Brief an den Aufsichtsrat. Darin hieß es unter anderem: „Die Atmosphäre ist vergiftet, das Vertrauen zerstört.“ Gemeint war das Verhältnis zwischen Mannschaft, Trainer Moritz Glasbrenner und Sportdirektor Markus Thiele. Das Duo wurde umgehend entlassen.

Seit Mitte November steht der Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev an der Seitenlinie. Seine bisherige Bilanz: vier Spiele, ein Sieg, drei Niederlagen. Insgesamt fehlen bei den Spatzen gleich vier Spieler mit einem Kreuzbandriss, darunter auch der Ex-Essener Dominik Martinovic und Kapitän Reichert.

224503_1268_cover.jpg
Rot-Weiss Essen: Klartext zu Verl-Nullnummer, Transfers und JHV
Vonne Hafenstraße - Inside RWE
 

Rot-Weiss Essen: Koschinat hofft auf ein gutes Finale gegen Ulm – 34 Punkte wären „ein Ausrufezeichen“

Unabhängig von der Konstellation beim Gegner ist für Rot-Weiss Essen ein Dreier Pflicht, um die Aufstiegsambitionen zu untermauern und mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen. Entsprechend weiß Trainer Uwe Koschinat um die Bedeutung dieser Partie: „Die Liga ist sehr eng und ich hoffe, dass wir gegen Ulm nun ein gutes Finale haben. Dann wäre die Hinrunde aus meiner Sicht absolut gekrönt mit 34 Punkten. Das wäre ein Ausrufezeichen, dass uns alle Möglichkeiten für die Rückrunde gibt. Ich hoffe dann, dass wir einen guten Job im Winter machen, mit einer anständigen Analyse und guten Personalentscheidungen.“