• Rot-Weiss Essen sicherte sich beim SC Verl einen wichtigen Punkt im Aufstiegskampf. Beide Teams trennten sich leistungsgerecht 0:0.
  • Die RWE-Defensive machte einen super Job, dafür konnte die Offensive wenig überzeugen.
  • Beide Trainer lobten anschließend nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch die Leistung des Gegners.

Umkämpftes Topspiel in der Sportclub Arena: Der SC Verl und Rot-Weiss Essen trennten sich in einem intensiven Drittliga-Duell 0:0. Damit holte RWE zumindest einen Punkt beim Angstgegner, verpasste aber den großen Coup.

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In der ersten Halbzeit entwickelte sich direkt eine ausgeglichene Partie. Verl hatte erwartungsgemäß mehr Spielanteile, aber in der Offensive gefährlicher war RWE. Kaito Mizuta und Tom Moustier hatten die besten Chancen im ersten Durchgang.

Rot-Weiss Essen: Die Abwehr steht sehr stabil, vorne fehlt der letzte Punch

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas zäher. RWE kam kaum noch zu gefährlichen Offensivaktionen, aber dafür stand die Abwehr sehr sicher und ließ kaum gefährliche Chancen des besten Drittliga-Angriffs zu.

Die beste Möglichkeit hatte dann tatsächlich der eingewechselte Jannik Mause, als er in der Nachspielzeit in Rücklage aus kurzer Distanz knapp das Tor verfehlte. Das wäre der Lucky-Punch gewesen. So blieb es am Ende bei einer leistungsgerechten Punkteteilung, mit der beide Mannschaften leben können. Es bleibt weiterhin sehr eng im Aufstiegskampf der 3. Liga.

Der SC Verl und Rot-Weiss Essen lieferten sich ein umkämpftes Duell.
Der SC Verl und Rot-Weiss Essen lieferten sich ein umkämpftes Duell.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Beide Trainer zeigten sich anschließend mit dem torlosen Remis zufrieden. Verls Coach Tobias Strobl sprach dem Gegner sogar ein Sonderlob aus: „Wir wussten, dass eine unfassbare Qualität auf uns zukommt. Unsere Mentalität bei zweiten Bällen war unfassbar. Ich kann jetzt vielleicht sagen, dass unser Balltempo etwas zu langsam war, aber der Gegner hat so gut verteidigt. Ich möchte gar nicht schleimen, aber die Jungs haben auch gesagt, dass das der Gegner war, der hier am besten verteidigt hat. Deswegen haben sie sich auch diesen Punkt verdient.“

Rot-Weiss Essen: Koschinat sieht gerechte Punkteteilung

Ähnlich sah es auch RWE-Trainer Uwe Koschinat. „Wir waren defensiv sehr aufmerksam und haben das Spiel sehr bewusst auf lange und zweite Bälle reduziert, weil wir einen ordentlichen Respekt vor dem Gegner hatten“, analysierte Koschinat. Und fügte hinzu: „Verl kam nie zu diesen extremen Druckphasen, die es hier in vielen Heimspielen schon gegeben hat. Wir können mit dem Punkt gegen eine wirklich starke Mannschaft sehr gut leben. Ein Dreier wäre auch zu viel des Guten gewesen.“

Rot-Weiss Essen in Verl: Das Spiel zum Nachlesen im WAZ-Ticker

Verzichten musste Koschinat im Topspiel auf gleich fünf Akteure. Neben dem langzeitverletzten Stürmer Jaka Cuber Potocnik (Muskelbündelriss) standen auch Abwehrtalent Nico Schulte-Kellinghaus (Reizung im Adduktorenbereich), Rechtsverteidiger Michael Kostka (Zerrung) sowie die Offensivspieler Ramien Safi und Ahmet Arslan nicht zur Verfügung. Beide mussten aufgrund eines grippalen Infekts passen.

Rot-Weiss Essen: Koschinat nimmt fünf Wechsel vor

Auch deshalb nahm der RWE-Trainer fünf Änderungen in der Startelf vor. Marek Janssen rückte für Jannik Mause in die Startelf. Der Stürmer blieb aber blass. Dazu erhielten Franci Bouebari, Jannik Hofmann und Kapitän Michael Schultz die Chance von Beginn an. Das Trio konnte überzeugen, auch dank der Umstellung auf Dreierkette.