Es war der Abend der Premieren-Tore im Stadion an der Hafenstraße. In der ersten Runde des Niederrheinpokals durften sich auf Seiten von Fußball-Drittligist Rot-Weiss Essen beim 10:0 (3:0)-Sieg gegen den tapferen Bezirksligisten SV Solingen gleich drei Offensivkräfte erstmals bei einem Pflichtspiel in die Torschützenliste eintragen. Jaka Cuber Potocnik (49.), Marek Janssen (72.), Ekin Celebi (84.) und Dominik Martinovic (56., 59.) kamen vor 3120 Zuschauern zum ersten Mal in den Genuss, RWE-Tore im Wettkampf zu bejubeln.
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Durch den Kantersieg zog Titelverteidiger RWE wie erwartet in die zweite Runde rein. Dort wartet kein Spaziergang für den ambitionierten Drittligisten, denn es kommt beim Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinalspiels, das RWE mit 2:1 gewann. Noch ist unklar, wann diese Partie ausgetragen wird. Der erste mögliche Termin am ersten September-Wochenende ist für Gastgeber RWO zu kurzfristig.
Rot-Weiss Essen: Abgangs-Kandidat Martinovic zeigt sich
Gegen Solingen konnte vor allem RWE-Stürmer Martinovic mit zwei Treffern Selbstvertrauen tanken. Noch immer ist unklar, was mit dem zuletzt unzufriedenen Stürmer in den nächsten Tagen passiert. Nach Informationen dieser Redaktion hängt das auch davon ab, ob noch ein weiterer Stürmer gefunden wird. Bei 1860 München wäre nun ein Platz für Martinovic frei, nachdem der Ex-Schalker Soichiro Kozuki die Löwen Richtung FC Viktoria Köln verließ und beim TSV nun ein Kaderplatz und etwas Budget frei wurden.
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RWE-Trainer Uwe Koschinat hatte nach dem zweistelligen Erfolg ein Lob für den Bezirksligisten übrig, der es dem Drittligisten in der Anfangsphase schwer machte und die Chance auf das 1:0 hatte. „Erst einmal muss man sagen, dass das heute ein super sympathischer Gastgeber war, auch wenn wir das eigentlich waren. Für mich haben sie total überraschend sehr viele fußballerische Elemente auf den Platz gebracht hat. Damit haben wir in den ersten 10, 15 Minuten richtig zu kämpfen gehabt“, erklärte Koschinat.
Rot-Weiss Essen kommt nach 20 Minuten ins Rollen
In dieser Anfangsphase setzten die Solinger Nadelstiche, die gut und gerne auch schief aus Sicht der Essener hätten gehen können. Im Anschluss kam Rot-Weiss jedoch deutlich besser in die Partie. „Dort setzte sich die Qualität dann durch. Als wir die Tür zum 1:0, 2:0 aufgemacht haben, wurden wir sicher. Wer weiß allerdings, was passiert, wenn so einer, wie zu Beginn mal reinrutscht“, resümierte der 53-Jährige.

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Der haushohe Favorit hatte die Aufgabe gegen den Bezirksligisten sehr ernst genommen. Mit der Umsetzung war Koschinat zufrieden. „Das Spiel hat die Bedeutung gehabt, die wir im Vorfeld auch signalisieren wollten. Durch eine Pressekonferenz, ein Ernstnehmen - auch der eigenen Vorbereitung. So hatte die Mannschaft auch das Gefühl, gut vorbereitet zu sein, um die Aufgabe seriös anzugehen.“
Rot-Weiss Essen gegen SV Solingen: Die Statistik
Tore: 1:0 Müsel (11.), 2:0 Obuz (28.), 3:0 Owusu (33.), 4:0 Owusu (47.), 5:0 Cuber Potocnik (49.), 6:0 Martinovic (56.), 7:0 Martinovic (59.), 8:0 Janssen (72.), 9:0 Celebi (84.), 10:0 Owusu (89.)

Niederrheinpokal heute live: Rot-Weiss Essen gegen SV Solingen im Live-Ticker
Der Essener Cheftrainer wollte schon am Tag vor dem Pokalspiel kein Geheimnis draus machen, welche Mannschaft er am Mittwochabend vor rund 1600 erwarteten Zuschauern ins Rennen schicken wird. RWE agierte mit einer Viererkette agieren, die Startelf hatte Koschinat bei der Pressekonferenz verraten. Klar war, dass einige Leistungsträger mit Blick auf das Ligaspiel am Sonntag gegen Alemannia Aachen (19:30 Uhr) nicht zum Einsatz kamen.


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