Es ist ein Los, das zu diesem Zeitpunkt wohl nur bei neutralen Beobachtern für Freude gesorgt hat. Schon in der zweiten Runde des Niederrheinpokals treffen die Favoriten Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Essen aufeinander, sofern RWE sein Erstrunden-Spiel an diesem Mittwoch (19:30 Uhr) gegen den Bezirksligisten SV Solingen gewinnen sollte. Es wäre die Neuauflage der letztjährigen Halbfinal-Begegnung und der Finalspiele der Jahre 2023 und 2024. In allen Spielen behielt Drittligist RWE die Oberhand, zuletzt gab es einen 2:1-Erfolg für die Essener im März dieses Jahres. Einem der Mitfavoriten droht in diesem Jahr ein frühes Aus.

210879_1268_cover.jpg
Rot-Weiss Essen: Spektakel in Wiesbaden und was für und gegen einen neuen Stürmer spricht
Vonne Hafenstraße - Inside RWE
 

Inzwischen ist klar, wann der Derby-Kracher in der zweiten Runde ausgetragen wird. Das Spiel findet am 11. Oktober statt. Ursprünglich gab es die Überlegung, die Partie in der kommenden Länderspielpause (5. bis 7. September) stattfinden zu lassen. Der feste Termin am 9. oder 10. September war für die Essener aber nicht realisierbar, da RWE schon am 12. September in der 3. Liga beim SSV Jahn Regensburg antreten muss. Und nach Informationen dieser Redaktion war die kommende Länderspielpause für Gastgeber Rot-Weiß Oberhausen als Termin zu kurzfristig, um die Organisation für ein mögliches Großevent gegen den Reviernachbarn Rot-Weiss Essen zu stemmen. Nun fand man einen deutlich späteren Termin.

Derweil sucht RWE kurzfristig einen Gegner für ein mögliches Freundschaftsspiel, um eine längere Pause zwischen dem Spiel am Sonntag (19:30 Uhr) gegen Alemannia Aachen und der Partie in Regensburg zu vermeiden.

RWO-Boss Marcus Uhlig hätte sich anderes Los gewünscht

RWO-Boss Marcus Uhlig hat sich gegenüber dem Reviersport schon zu einem möglichen Wiedersehen mit seinem Ex-Klub geäußert. „Sollte Rot-Weiss Essen das Spiel gegen Solingen gewinnen, dann kommt es in der 2. Runde zum Kracher: RWO gegen RWE. Das hatten wir ja erst vor ein paar Monaten im Halbfinale. Für Rot-Weiß Oberhausen ist der Niederrheinpokal traditionell sehr, sehr wichtig. Wir haben uns schon vor der Saison Gedanken darüber gemacht und da denkt man natürlich daran, dass man im Wettbewerb ein Kracher-Duell gegen Rot-Weiss Essen oder den MSV Duisburg bekommt. Dass das jetzt in der 2. Runde schon passieren wird, ist eben so. Ich hätte mir das später gewünscht.“

Rot-Weiss Essen: Uwe Koschinat weiß um die Gefahr RWO

Bei RWE ist man gewarnt vor dem Reviernachbarn. „Wir haben eine sehr klare Vorstellung, was da auf uns zukommt“, sagt Essens Trainer Uwe Koschinat. „Dazu kommt eine sehr hohe Emotionalität. Es ist eine ganz hohe Hürde, das muss man so klar sagen. In Oberhausen kann man immer ausscheiden, weil die Oberhausener Qualität und einen sehr hohen Eigenanspruch haben. Was gut ist: Es gibt keinen Unterschied zu einem normalen Drittliga-Spiel, das haben wir beim letzten Spiel gesehen. Die Atmosphäre und die Bedingungen werden auf Drittliga-Niveau sein.“