Vor dem Drittliga-Heimspiel von Rot-Weiss Essen heute (14 Uhr) gegen den 1. FC Saarbrücken wird es emotional an der Hafenstraße. RWE möchte sich gebührend von Werner Lorant verabschieden. Der Kult-Trainer starb am Ostersonntag nach längerer Krankheit in einem Krankenhaus in Wasserburg am Inn. Lorant wurde 76 Jahre alt.

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Vor dem RWE-Spiel gegen Saarbrücken wird es eine Schweigeminute im Stadion an der Hafenstraße geben, denn Lorant gilt schließlich als einer der erfolgreichsten Spieler der Essener Vereinsgeschichte. Für Rot-Weiss Essen erzielte der Mittelfeldspieler zwischen 1973 bis 1977 in 116 Spielen insgesamt 16 Tore. Er ist damit einer von nur sieben Essener Spielern mit mehr als 100 Bundesligaeinsätzen. Zudem war es Lorant, der die spätere Vereinsikone Horst Hrubesch beim Bezirksligisten SC Westtünnen in Hamm entdeckte und zur Hafenstraße brachte.

Rot-Weiss Essen: Koschinat hebt Lorants Erfolge hervor

RWE-Trainer Uwe Koschinat sprach am Freitag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem nächsten Heimspiel sehr würdevoll über seinen verstorbenen Trainerkollegen: „Er war jemand, den ich als jugendlicher Fußballfan begleiten durfte. Klar ist seine enge Verbindung zu 1860 München. Er hat diesen Verein in Sphären geführt, in denen man immer um das internationale Geschäft mitgespielt hat.“

Werner Lorant
Werner Lorant, der langjährige Trainer des TSV 1860 München, ist am Ostersonntag gestorben.© Frank Mächler/dpa | Frank Mächler

Eine Schweigeminute und ein entsprechendes Gedenken soll es auch beim kommenden Heimspiel von Lorants Herzensklub 1860 München gegen Rot-Weiss Essen am 3. Mai geben. Er hatte die Löwen ab 1992 aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga und bis in die Qualifikation zur Champions League geführt.

Ex-RWE-Spieler Werner Lorant hatte „seine Mannschaften immer im Griff“

Doch es waren nicht nur seine Erfolge als Trainer und Spieler, die Lorant viel Respekt eingebracht haben. Das unterstreicht Essens Trainer Koschinat: „Als Typ hat er extremst gestrahlt und hatte eine sehr geradlinige Art. Seine Mannschaften hatte er immer im Griff und konnte sie zu großen Leistungen führen. Wenn man sich die Kommentare von alten Weggefährten anhörte, gehen diese in eine sehr klare Richtung. Man wusste bei diesem Trainer und Menschen, woran man ist. Es gehört sich, der Familie und den Angehörigen zu kondolieren, unser Beileid auszusprechen und ihn in einer besonderen Erinnerung zu halten, so wie bei anderen schillernden Persönlichkeiten. Er war jemand, der immer scharf im Wind gestanden hat und Spaß daran hatte, zu führen.“

Nächster Sieg, Klassenerhalt fast sicher, bestes Rückrundenteam. Wir schauen drauf, was Rot-Weiss Essen noch fehlt, um den nächsten Schritt zu gehen. Denn klar ist: Es gibt immer Vereine, die klotzen statt kleckern. Siehe 1860 München, wo gerade Ex-Nationalspieler Kevin Volland für zwei Jahre unterschrieben hat. Wir sprechen darüber mit Moderatorin Kira Alex, RevierSport-Redakteur Christian Brausch und Funke-Volontär Oliver Wichmann.