Der Merksatz kommt vom geschlagenen Gegner. „Wenn zwei Alphatiere um die Positionen kämpfen, hat das immer das Potenzial für eine Rivalität – und eine Eskalation im Team“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor dem Großen Preis von Russland am Sonntag (13.10 Uhr/RTL und Sky). Ferraris Auferstehung mit drei Formel-1-Siegen in Folgen hat aber auch seinen Preis, die Lage intern ist angespannt. In Singapur ist auf der Strecke (und vor allem über Boxenfunk) eskaliert, was schon lange schwelt: Der Monegasse Charles Leclerc hat nach zwei Siegen seine Ansprüche auf die Nummer eins im Team manifestiert. Aber Ferrari-Boss Mattia Binotto ließ sich von dem Gejammer nicht erweichen, und Sebastian Vettel den ersten Triumph seit über einem Jahr gelassen. Das darf schon als De-Eskalations-Strategie verstanden werden, denn in Maranello droht nichts anderes als eine neue Inteam-Feindschaft.

Interne Aussprache nur äußerlich beruhigend