Singapur und Sotschi, ein Unterschied wie Tag und Nacht? Das kommt ganz auf die Sichtweise an. Mercedes ist nicht mehr der Favorit für den Großen Preis von Russland am Sonntag (13.10 Uhr/RTL und Sky), obwohl die Silberpfeile alle bisherigen fünf Durchgänge in Putins Autodrom gewonnen haben. Aber Ferrari ist drauf und dran, mit einem vierten Sieg in Folge die Saison auf den Kopf zu stellen.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff nimmt die jüngste Negativserie zum Anlass, sich in seinem (Zweck-)Pessimismus bestätigt zu fühlen. Der Österreicher gesteht Fehler in Vorbereitung und Taktik beim Nacht-Grand-Prix ein und hat eine Demut-Strategie angeordnet: „Es war eine wertvolle Erinnerung an die skeptische und bescheidene Einstellung, die in der Vergangenheit sehr wichtig für unsere Erfolge war.“ Muss ein Dauersieger gerade das Verlieren lernen?„Du musst immer besorgt und auf der Hut sein. Wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruht, dann wird man erwischt“, bilanziert Wolff kritisch.




