Einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze - so las sich die beeindruckende Erfolgsbilanz der Aktiven vom Ruder-Club Witten bei der Deutschen Sprintmeisterschaft. Höhepunkt der Titelkämpfe in Kettwig aus Sicht des RCW war ohne Frage der Meistertitel für den Achter der Juniorinnen. Da hat sich offenbar ein neues Paradeboot bei den Ruhrstädtern gefunden.

Statt der sonst für die Juniorinnen und Junioren üblichen 2000 Meter waren in Kettwig lediglich Rennen über 350 Meter auszutragen. Da bleibt dann kaum Zeit, etwaige Fehler zu korrigieren. Ganz speziell waren die Meisterschaften, weil die Finals unter Flutlicht stattfanden - das sorgte gewiss für zusätzliche Motivation, wobei nebendran am Ufer Feuerfontänen gezündet wurden.

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Bronze für Brozio-Schwestern: RCW glänzt bei Juniorinnen-Rennen

Sportlich feierten die Wittener bereits vor dem abschließenden Achterrennen gleich mehrere Erfolge. Im Doppelzweier der B-Juniorinnen gingen gleich zwei RCW-Boote an den Start. Hannah und Sophie Brozio schafften den Sprung aufs Podium und holten Bronze. Timea Ryll und Melanie Solomov, eigentlich Leichtgewichtsruderinnen, kamen ins B-Finale und entschieden dieses für sich.

Auch bei den A-Juniorinnen war der RCW mit zwei Doppelzweiern vertreten. Die Zwillinge Amelie und Lea-Sophie Lehde sowie Julie Aurelia Spring und Liana Büttner erreichten jeweils das B-Finale. In einem packenden vereinsinternen Duell hatten letztlich die Lehde-Schwestern im Ziel die Winzigkeit von einer Zehntelsekunde Vorsprung.

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Mit der Silbermedaille wurde der Doppelvierer der A-Juniorinnen vom RC Witten belohnt.© meinruderbild.de | Meinruderbild.de

Juniorinnen sichern sich dreimal Silber bei den Deutschen Meisterschaften

Eine weitere Medaille folgte im gesteuerten Vierer der B-Juniorinnen. Melanie Solomov, Hannah Brozio, Sophie Brozio und Timea Ryll gingen gemeinsam mit Steuermann Finn Lohmeyer an den Start und belohnten sich mit der Silbermedaille. Ihre älteren Vereinskameradinnen machten es ihnen im Doppelvierer der A-Juniorinnen nach. Amelie und Lea-Sophie Lehde, Julie Aurelia Spring und Liana Büttner belohnten sich nach einem äußerst knappen Rennen und ebenso mit Silber.

Die dritte Vizemeisterschaft aus RCW-Sicht folgte im Mixed-Doppelvierer der A-Junioren. Liana Büttner, Anton Altenbernd, Finn Lohmeyer und Amelie Lehde schafften knapp den Einzug ins A-Finale und wurden unter Flutlicht nach tollem Rennen Zweite.

Im Mixed-Doppelvierer der B-Junioren gingen Finn Lohmeyer, Leander Felix Spring sowie Hannah und Sophie Brozio gemeinsam an den Start. Das Wittener Quartett gewann zunächst seinen Vorlauf und qualifizierte sich damit für das Finale. Dort reichte es schließlich nicht ganz für einen Platz auf dem Podium.

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Ein enormes Programm hatten Timea Ryll und ihre Vereinskollegen vom RC Witten bei der DM abzuspulen.© meinruderbild.de | Meinruderbild.de

Achter sichert DM-Gold: Wittener Juniorinnen triumphieren im Sprint

Den sportlichen RCW-Höhepunkt lieferten schließlich die Juniorinnen im Achter. Für das größte Mannschaftsboot bündelten die Wittenerinnen noch einmal ihre Kräfte und gingen gemeinsam mit Steuermann Finn Lohmeyer an den Start. Dort gelang der größte Erfolg des Wittener Meisterschafts-Wochenendes: Gegen die gesamte nationale Konkurrenz setzte sich das Boot durch und feierte die DM-Goldmedaille.

Für die jungen Ruderinnen und Ruderer war der Ausflug auf die 350-Meter-Distanz damit nicht nur sportlich erfolgreich. Das ungewohnte Sprintformat stellte sie zum Ende der Saison noch einmal vor eine völlig andere Herausforderung. Gleichzeitig sorgte der Kettwiger Herbst-Cup mit seiner großen Zuschauerkulisse und Finals unter Flutlicht sowie dem traditionellen „Fest der Ruderer“ für ein besonderes Ambiente und einen gelungenen Abschluss einer langen Regattasaison.