Der Ruder-Club Witten hat bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld kräftig abgeräumt. Sowohl bei der U23 als auch bei den A- und B-Juniorinnen/Junioren zeigte der RCW starke Leistungen. Die eindrucksvolle Bilanz: Zwei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Hinzu kamen zahlreiche A-Finalteilnahmen.
„Mit diesem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet“, bilanzierte RCW-Cheftrainer Joachim „Goofy“ Ehrig, der sich „umso mehr über die großartigen Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler sowie über das Engagement der Eltern, der Clubmitglieder und des gesamten Vorstandes“ freute. Ehrig sichtlich angetan: „Mehr können wir als Verein kaum erwarten. Jetzt gilt es, unseren Weg konsequent weiterzugehen.“

In der Vereinswertung holten sich der RCW in Krefeld als bester westdeutscher Verein einen bärenstarken achten Platz. Lediglich die großen Leistungszentren und Landesstützpunkte rangierten vor den Wittenern.
RC Witten: Julia Irmler holt im U23-Vierer ohne Steuerfrau Silber
Den Auftakt der Finalrennen machten traditionell die U23-Wettbewerbe. Im U23-Vierer ohne Steuerfrau gewann Julia Irmler die Silbermedaille. Wenige Stunden später war die Ausbeute sogar noch besser: Julia holte mit dem deutschen U23-Achter, der mit rund fünf Sekunden Vorsprung ins Ziel rauschte, den Titel.

Mit diesem Erfolg löste Julia Irmler ihr Ticket für die U23-Weltmeisterschaften, die vom 23. bis zum 26. Juli in der Wassersport-Hochburg Duisburg ausgetragen werden. Nach ihren Erfolgen, die sie in den vergangenen beiden Jahren einfuhr, gilt ein erneuter Einsatz im Achter für die RCW-Athletin als wahrscheinlich. Dass die Titelkämpfe ausgerechnet auf der Regattastrecke stattfinden, auf der 1983 der legendäre „Ruhrvierer“ mit den Brüdern Grabow Weltmeister wurde, darf aus Wittener Sicht durchaus als schönes Omen gelten.
Amelie und Lea-Sophie Lehde sorgen für Jubel
Für weiteren Jubel im Lager des RC Witten sorgten Amelie und Lea-Sophie Lehde. Für die Zwillinge sprang im U23-Leichtgewichts-Zweier ohne Steuerfrau die Silbermedaille heraus. Auch diese Leistung war ein besonderer Erfolg für den RC Witten, da Amelie und Lea-Sophie eigentlich noch der U19-Altersklasse angehören.

Liana Büttner schnappt sich Bronze im Leichtgewichts-Einer
Nach ihrer Silbermedaille in der U23 gewannen Amelie und Lea-Sophie Lehde auch im Leichtgewichts-Doppelzweier der A-Juniorinnen Silber. Dass sie innerhalb weniger Stunden in zwei Altersklassen Edelmetall gewannen, zählt zu den bemerkenswertesten Leistungen dieser Meisterschaften. Liana Büttner holte sich im Leichtgewichts-Einer der A-Juniorinnen Bronze.
Eine starke Vorstellung zeigte auch Timea Ryll, die im Leichtgewichts-Einer der B-Juniorinnen Bronze erruderte. Lukas Albrecht sorgte für eine Überraschung. Gemeinsam mit der Renngemeinschaft aus Honnef schnappte er sich im Leichtgewichts-Doppelvierer der A-Junioren Bronze. Das Boot war erst kurz vor den Meisterschaften zusammengestellt worden und überzeugte auf Anhieb.
Finn Lohmeyer holt deutschen Meistertitel im Leichtgewichts-Doppelvierer
Den einzigen deutschen Meistertitel im Juniorenbereich holte Finn Lohmeyer. Er dominierte gemeinsam mit seiner Renngemeinschaft aus Mülheim und Neuss im Leichtgewichts-Doppelvierer der B-Junioren eindrucksvoll.
Eine weitere Medaille steuerten Amelie und Lea-Sophie Lehde mit ihren Renngemeinschafts-Partnerinnen Hannah Schenk (RG Treis-Karden) und Liana Büttner im Leichtgewichts-Doppelvierer der A-Juniorinnen bei. Das Quartett zeigte ein starkes Rennen und holte Silber.
Nur haarscharf verpassten Hannah und Sophie Brozio im Zweier ohne Steuerfrau eine Medaille bei den B-Juniorinnen. Zu Bronze fehlten nur drei Zehntelsekunden. Pech hat Arsenii Hakmann, der im Leichtgewichts-Einer der A-Junioren das Halbfinale buchte. Aufgrund des neu eingeführten Wettkampfsystems wurde jedoch kein B-Finale mehr ausgetragen. Somit blieb ihm die Chance auf eine bessere Abschlussplatzierung verwehrt.


