Das verspricht eine ganz besondere, spektakuläre Premiere in Witten zu werden. Am 11. und 12. Oktober kommt die „Ninja-Bundesliga“ in die Ruhrstadt, genauer gesagt ins Sportzentrum des TuS Bommern. Top-Athleten dieser noch jungen Sportart, die hierzulande vor allem durch eine RTL-TV-Show Bekanntheit erlangte, geben sich an diesem zweiten Oktober-Wochenende ein Stelldichein. Der in der Woche zuvor aufwendig aufzubauende Parcours mit kniffligsten Elementen kann vorab allerdings schon von Jedermann ausprobiert werden.

„Öffentliches Training am Samstag von 9 bis 11.30 Uhr - vor dem Bundesliga-Start“, verspricht Steffen Moritz, Begründer der Ninja-Bundesliga, der natürlich durch den Wettbewerb im Ruhrgebiet darauf hofft, noch größeres Interesse für diesen Extremsport zu wecken. Anfang Mai wurde in Bonn der erste Bundesliga-Wettkampf ausgetragen, Witten ist nun die zweite von insgesamt vier Stationen der nationalen Ninja-Szene. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Standorten, weil wir als Sport noch recht klein sind und immer Hallen, Helfer und Unterstützer suchen - überall in Deutschland“, so Moritz.

Wir sind ein kleiner, noch junger Sport - aber sehr attraktiv zum Zuschauen.

Steffen Moritz,, Begründer der Ninja-Bundesliga

Der Kontakt in die Ruhrstadt kam über den versierten Wittener Ninja-Sportler Jacek Steinert zustande, der beim Stadtsportverband (SSV) nachfragte, ob eine solche Veranstaltung denn hier auch stattfinden könne. Schnell war der Draht zum TuS Bommern geknüpft, und dessen Vereinsmanager Björn Pinno sagte kurz darauf zu. „Nach dem Telefonat mit Steffen Moritz hat mich das schon gereizt“, so Pinno, der bei den Bommeranern schon verschiedene Großveranstaltungen auf die Beine gestellt hat.

Der Clubmanager holte sich alsbald auch die Stadtwerke Witten als Partner mit ins Boot, und auch die Helene-Lohmann-Realschule war gleich Feuer und Flamme fürs Ninja-Event. „Am kommenden Mittwoch wird der Parcours in der Halle aufgebaut, am Donnerstag und am Freitag können dann Schülerinnen und Schüler sowie auch die Sportlerinnen und Sportler unseres Vereins das mal ausprobieren“, berichtet Pinno. Auch die Bundesliga-Judoka der Sport-Union Annen werden vorbeischauen und sich den komplizierten Gerätschaften, die gleichermaßen Kraft, Ausdauer, Athletik, Geschick und Cleverness erfordern, stellen.

Auch der Wittener Jacek Steinert wird sich dem Wettbewerb stellen

Ninja-Bundesliga-Chef Steffen Moritz verspricht, dass am 11. Oktober eine Reihe von durch die RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ bekannten Athleten auch in Bommern ihr Können auf dem Hindernis-Parcours zeigen wird - darunter neben dem Wittener Routinier und mehrfachen deutschen Rekordhalter Jacek Steinert (49) auch die Deutsche Meisterin Nicola Wulf. In der 1. Liga gibt es eine getrennte Wertung nach Frauen und Männern. „Ich bin gespannt, wie die Publikums-Resonanz in Witten wird“, sagt Björn Pinno. Da die Gemeinschaft der Ninja-Fans in den letzten Jahren aber stetig gewachsen ist, dürfte das Sportzentrum der Bommeraner aber wohl gut besucht werden.

  • Über folgenden Link kann man sich für eine Teilnahme (Kostenpunkt: 10 Euro) am von Trainern beaufsichtigten Jedermann-Parcours melden: www.ninja-bundesliga.de
Ninja-Bundesliga beim TuS Bommern am 11. Oktober 2025
Stellten das Programm für den 11. und 12. Oktober vor: (von li.) Erika Hoos, Schulleiterin Helene-Lohmann-Realschule, Björn Pinno, Vereinsmanager TuS Bommern, Manuel Neumann, Trainer der SUA-Judoka, Markus Borgiel von den Stadtwerken sowie die Aktiven Jacek Steinert und Ida Schulz.© Walter Demtröder | Walter Demtröder

Erfolgreiche RTL-Show war der Antrieb für Gründung der Bundesliga

Der Höhepunkt des Wettkampf-Wochenendes wird zweifelsohne die Ninja-Bundesliga sein, für die rund 60 Meldungen vorliegen. Die Vorrunde startet am 11. Oktober um 14 Uhr, das Finale gegen 18 Uhr. Für die erste Liga kosten die Eintrittskarten 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Am Sonntag folgen dann noch die Wettbewerbe der 3. Bundesliga (ab 9 Uhr) und der 2. Bundesliga (ca. 13 Uhr) - dort werden insgesamt noch mehr über 100 Aktive erwartet. Dabei ist der Eintritt jeweils frei.

„Wir haben im Ninja-Sport inzwischen eine sehr solide Wettkampfszene mit rund 40 Veranstaltungen im Jahr“, sagt Steffen Moritz, dessen drei Kinder diesem Trendsport auch längst verfallen sind. „Natürlich ist die Triebfeder weiterhin die Show im RTL-Fernsehen, die einmal im Jahr ausgestrahlt wird. Generell ist der Sport ja aus einer Show-Idee in Japan entstanden und überaus attraktiv zum Zuschauen.“ Weil die noch junge Ninja-Bundesliga eben (noch) nicht auf feste Veranstaltungs-Zentren zurückgreifen kann, muss das sperrige Zubehör für den Parcours mit mehreren Lkw-Ladungen aufwendig zu den jeweiligen Standorten transportiert werden.

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Ninja-Cracks wissen vorab nichts über Beschaffenheit des Parcours

Die Aktiven wissen im Übrigen vorab nicht, welche Hindernisse sie konkret erwarten. „Die Starts erfolgen im Wettkampf aus der Isolation. Heißt, keiner der Teilnehmenden sieht vorher den Parcours oder wie sich der Vorgänger geschlagen hat. Innovation ist in unserem Sport programmiert“, sagt Steffen Moritz. So wird es auch in Bommern am 11. Oktober ein neues Hindernis geben, über dessen Typus (Kraft, Geschicklichkeit, Ausdauer) vorab abgestimmt werden konnte. „So stehen die Athleten bei jedem Wettkampf anfangs vor einem Rätsel, wie sie die Hindernisse überqueren können.“