Drei Trainingswochen liegen bereits wieder hinter den Oberliga-Handballerinnen des ETSV Witten. Es gibt einiges zu tun für das Team um Trainer Rolf Albus, das nach dem Ende der abgelaufenen Serie immerhin drei gestandene Spielerinnen verlor und sich nun gewissermaßen neu aufstellen muss. Ein Ärgernis waren für die „Eisenbahnerinnen“ bislang gleich zwei geplatzte Termine für Testpartien - am Samstag stand somit die erste Begegnung für den ETSV auf dem Programm, bei Regionalligist Teutonia Riemke war man dabei bis auf die Anfangsphase chancenlos.
„Das war ein insgesamt zufriedenstellender Einstand“, erklärte Rolf Albus nach der doch recht happigen 24:41 (13:18)-Niederlage gegen seinen früheren Club. Die Wittenerinnen legten zwar einen glänzenden Start mit einer 6:1-Führung hin und brachten in der ersten Viertelstunde genau das Tempo und die Gradlinigkeit aufs Parkett, die der Coach sehen wollte. „Aber danach haben wir viel zu viele technische Fehler gemacht - vor allem in der zweiten Hälfte hat Riemke die meisten seiner Tore durch Gegenstöße erzielt“, so Albus. Auch das in der Böll-Halle benutzte Harz, sonst ungewohnt für die Wittenerinnen, machte den Gästen zu schaffen und sei für einige Ballverluste verantwortlich gewesen.
Auch interessant
Sowas kannte ich bisher nicht. Man plant einen Kader ja lange im Voraus - solche Absagen sind dann wirklich unerfreulich.
Rolf Albus,, Trainer des ETSV Witten
„Es fehlt derzeit schon noch einiges. Konditionell sind wir aber schon ganz gut dabei, da mache ich mir keine Sorgen - alle ziehen im Training richtig gut mit“, ließ der Trainer wissen. Immerhin hätte sein Team in der spielfreien Zeit eigenständig schon einiges vorgearbeitet, spulte zahlreiche Laufeinheiten ab. „Das Handballerische muss dann jetzt nach und nach kommen. Bis zum nächsten Test beim TV Arnsberg haben wir jetzt zwei Wochen Zeit“, sagte Albus.
Mehr zum Sport in Witten
Seinen Kader hat er momentan schon nahezu komplett beisammen, gegen den Bochumer Regionalligisten waren 15 der 16 ETSV-Spielerinnen dabei. Was Rolf Albus verständlicherweise sehr verärgerte, waren die zwei kurzfristigen Absagen von Spielerinnen der TSG Schüren, die eigentlich längst fix zugesagt hatten. „Sowas kannte ich bisher nicht. Man plant einen Kader ja lange im Voraus - solche Absagen sind dann wirklich unerfreulich“, äußerte er sich zu den Rückziehern bei Nora Ahmetaj und Lina Scharpenberg. Immerhin: Mit Lena Jost (ebenfalls bisher TSG Schüren) und Josi Brenscheidt (ASC Dortmund II) haben zwei junge Spielerinnen zu ihrem Wort gestanden und verstärken nunmehr das ETSV-Aufgebot für die Oberliga. Hinzu kam dann noch mit Natalia Burek die erhoffte zweite Torhüterin. „Sie kenne ich schon seit der Jugend bei Teutonia Riemke. Natalia passt gut zu Sarah Richter, das wird unser Torfrauen-Duo für die neue Saison“, so Albus.

Mehr zum Sport
Weitere Berichte aus dem Lokalsport in Witten lesen Sie hier
Stadtmeisterschaften am 23./24. August
„Wir sind in die letzte Saison schwer reingekommen, das wollen wir diesmal verbessern. Unser Angriff war zuletzt einer der besten der Liga, jetzt müssen wir den Fokus auf die Defensivarbeit legen - gerade auch, weil wir da unsere Neuen jetzt auch mit in die Abläufe einbinden müssen“, so der ETSV-Coach. Er ist überzeugt davon, dass sein Team als Kollektiv in der Lage sein wird, den Verlust von Top-Torschützin Anne Schumacher aufzufangen.
Durchaus möglich, dass sich das Testspiel-Programm noch erweitert, der Wittener Trainer ließ das bislang offen. Der bisherige Plan ist - inklusive der Stadtmeisterschaften am 23./24. August auch schon jetzt recht knackig - sofern es nicht weitere kurzfristige Absagen hagelt. Am 29. Juli (20 Uhr) geht es zum TV Arnsberg, am 9. August trifft man in der Jahnhalle auf die Bergischen Panther (16 Uhr), tags darauf gastiert der Lüner SV an gleicher Stelle (10. August, 16 Uhr). Am 16. August gastieren die ETSV-Frauen beim TuS Volmetal, im Trainingslager am 17. August misst man sich mit dem HSV Wuppertal (16 Uhr, Jahnhalle). Offen ist noch der Gegner für die geplante Parte am 31. August (wieder 16 Uhr, Jahnhalle).



