„Das wird schon sehr emotional“, dessen ist sich auch Rolf Albus, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des ETSV Witten, durchaus bewusst. Beim letzten Oberliga-Heimspiel in dieser Saison am Sonntag (14 Uhr, Kreissporthalle) gegen den VTV Freier Grund gilt es, einige verdiente Spielerinnen des Vereins vor dem eigenen Publikum gebührend zu verabschieden.

Das rein Sportliche tritt dabei naturgemäß ein wenig in den Hintergrund, wenngleich Albus klarstellt, dass er die beiden noch ausstehenden Aufgaben in der Meisterschaft gerne noch positiv gestalten möchte. „Schließlich spielen wir zum Abschluss ja auch noch das Derby beim TuS Bommern“, so der ETSV-Trainer. Gerade dieses Lokalduell dürfte für einige Zeit das letzte auf Liga-Niveau sein, denn die Bommeraner Frauen stehen bereits als Absteigerinnen in die Verbandsliga fest, werden einen Neustart angehen.

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Ein solcher wird es dann fraglos in der kommenden Spielzeit auch für den ETSV Witten, denn die Spielerinnen, die den Verein am Saisonende verlassen werden, reißen schon eine erhebliche sportliche Lücke ins Aufgebot. Linkshänderin Anne Schumacher, seit ihrem Wechsel in die Ruhrstadt fast durchweg gefährlichste Angreiferin der Mannschaft, verlegt ihren Lebensmittelpunkt ins Rheinland und muss sich daher von den „Eisenbahnerinnen“ verabschieden. „Das ist schon ein großer Verlust für uns, sportlich wie auch menschlich“, so Rolf Albus über die frühere Leverkusenerin, die nach ihrer Zeit bei Westfalia Hörde nach Witten kam.

Seit fünf Jahren für den ETSV Witten am Ball: Lucy Peter (re.) war immer mit vollem Einsatz für ihre Mannschaft aktiv.
Seit fünf Jahren für den ETSV Witten am Ball: Lucy Peter (re.) war immer mit vollem Einsatz für ihre Mannschaft aktiv.© FUNKE Foto Services | Alexa Kuszlik
Sowohl im Feld als auch im Tor machte Lucy Peter eine glänzende Figur im Kader des Handball-Oberligisten ETSV Witten.
Sowohl im Feld als auch im Tor machte Lucy Peter eine glänzende Figur im Kader des Handball-Oberligisten ETSV Witten.© FUNKE Foto Services | Biene Hagel

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Auch Allrounderin Lucy Peter wird künftig nicht mehr für den ETSV Witten spielen, verlegt den beruflichen und privaten Schwerpunkt nach Duisburg. Sowohl im Rückraum als auch auf dem linken Flügel, aber eben in letzter Zeit des Öfteren mit einigem Erfolg auch als Torfrau spielte sie eine wichtige Rolle im Team. Auch bei ihr lobt der Trainer nicht nur die sportlichen Qualitäten, sondern die Funktion im Teamgefüge. Da macht dann auch Mara Achterberg keine Ausnahme - die Kreisläuferin zieht sich ebenso zurück und hinterlässt eine Lücke auch als Abwehrspezialistin.

Wir haben zwar inzwischen unsere wichtigste Baustelle im Tor geschlossen und haben dort eine zweite Spielerin für uns gewinnen können, gerade am Kreis aber suchen wir noch nach einer optimalen Lösung.

Rolf Albus,, Trainer des ETSV Witten, zu den Planspielen des Oberligisten

„Wir haben zwar inzwischen unsere wichtigste Baustelle im Tor geschlossen und haben dort eine zweite Spielerin für uns gewinnen können, gerade am Kreis aber suchen wir noch nach einer optimalen Lösung“, könnte sich Rolf Albus auch vorstellen, dort in Sachen Neuverpflichtungen noch einmal tätig zu werden. „Oder wir müssen eine andere Spielerin umschulen“, flachst der ETSV-Coach. Am Sonntag gegen den freiwilligen Absteiger VTV Freier Grund wird außer Julia Pieper (Fußverletzung) das komplette Team beisammen sein - optimale Voraussetzungen also für ein Erfolgserlebnis kurz vor dem Saisonende des Oberliga-Sechsten.

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Wie es nach dem Liga-Abschluss weitergeht, das ist auch schon geklärt beim ETSV. Nach dem Spiel beim TuS Bommern gibt es eine kleine Abschluss-Party, am 12. Mai folgt dann das letzte Training. „Den Rest des Monats Mai machen wir dann frei, ab Juni beginnt die Mannschaft mit dem Lauftraining“, blickt Albus voraus. Die drei Neuen von der TSG Schüren (Leonora Ahmetaj, Lena Jost und Lea-Marie Scharpenberg) steigen schon in der kommenden Woche mit ins Training ein.