Der Spielplan der Damen-Oberliga wollte es so, dass zum Abschluss noch einmal ein Wittener Derby auf dem Plan stand. Es wird vorerst das letzte in dieser Spielklasse bleiben, denn der Abstieg des TuS Bommern stand schon seit geraumer Zeit fest. Die Grün-Weißen beendeten die Serie 2024/25 auf dem letzten Tabellenplatz, zum Ausklang unterlag man am Bommerfelder Ring dem Ortsnachbarn ETSV Witten am Ende deutlich mit 27:35 (14:18).
Nach dem Schlusspfiff wurde es so richtig emotional - auf beiden Seiten wurden Abschiede gefeiert. Während der TuS Bommern die zum Bochumer HC abwandernde Karla Backhaus ebenso mit einem Blumenstrauß verabschiedete wie Torwarttrainerin Nicole Bonna, hatte der ETSV Witten diesen offiziellen Part schon eine Woche zuvor nach seinem letzten Heimspiel hinter sich gebracht. Und dennoch kullerten bei Kreisläuferin Mara Achterberg ein paar Tränen. „Das war schon nicht einfach heute“, gab sie merklich gerührt zu Protokoll. Ebenso wie Lucy Peter und Anne Schumacher (war am Samstag nicht mehr dabei) wird sie künftig nicht mehr für den ETSV auflaufen.
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Das war sicher ein verdienter Sieg für den ETSV, ein schönes Spiel war das insgesamt nicht. Dafür war hier und da zu viel Aggressivität auf beiden Seiten drin.
Sebastian Razeng,, Trainer des TuS Bommern
Die Startphase verlief regelrecht rasant, ein großes taktisches Abtasten war ohnehin nicht mehr zu erwarten. Bereits nach zehn Minuten waren 16 Tore gefallen - 8:8, der TuS Bommern wehrte sich gegen eines der besten Teams der Liga nach Kräften. „Das war richtig gut bis dahin, wir haben fast jede Eins-gegen-eins-Situation gewonnen“, freute sich Bommerns Trainer Sebastian Razeng.
Kurz darauf gelang Kreisläuferin Chantal Köstler sogar das Tor zum 10:9 (14.), doch in der Folge legte der ETSV wieder nach, ließ sich jetzt defensiv nicht mehr so leicht überrumpeln und setzte sich auf 15:11 (21.) ab. Auch zur Pause lag die Mannschaft von Coach Rolf Albus mit vier Treffern vorn.
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Albus-Sieben entscheidet das Spiel kurz nach der Pause
„Es gab heute immer en paar gute und dann wieder mäßige Phasen - richtig gut haben wir nicht gespielt. Am Ende bin ich heilfroh, dass es jetzt vorbei ist und sich bis auf Melina Berkenkopf niemand verletzt hat“, so Albus nach der Partie. Allerdings schränkte er im gleichen Atemzug ein: „Es war ja heute auch nicht mehr ganz so wichtig. Aber: Gewinnen wollten wir das Spiel schon, diesen Ehrgeiz hatte meine Mannschaft. Und am Ende waren wir auch als Team und individuell einfach besser.“
An der Vorentscheidung arbeiteten die ETSV-Frauen vor allem in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel, als sie sich auf 24:17 (39.) absetzten und jetzt die sich bietenden Möglichkeiten konsequent nutzten.

Sieben ETSV-Treffer für Kathrin Lünemann
Der TuS Bommern kam zwar noch mal auf 21:25 (43.) und dann beim 24:27 (48.) ein wenig näher heran, wirklich in Gefahr geriet der Auswärtserfolg der „Eisenbahnerinnen“ im Derby aber nicht. Immer wieder angetrieben durch eine starke Kathrin Lünemann (sieben Tore) feierte der ETSV noch einen glatten Erfolg und schob sich durch die zeitgleiche Niederlage der HSG Schwerte-Westhofen sogar noch auf den abschließenden fünften Platz vor.
„Das war sicher ein verdienter Sieg für den ETSV, ein schönes Spiel war das insgesamt nicht. Dafür war hier und da zu viel Aggressivität auf beiden Seiten drin“, so Sebastian Razeng. Nach dem Abstieg in die Verbandsliga will auch er jetzt mal ein wenig Abstand gewinnen. „Wir werden bis Anfang Juli pausieren, mit Handball muss mir jetzt vorerst keiner mehr kommen.“
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TuS: Güntner, Wegge; Schneider (2), Köstler (3), Jedhoff, Wenzel (1), Bernstein (3), Frorath (5), Becker (1), Backhaus, Berger (2), Breddemann (5), Schade, Hillebrecht (5).
ETSV: Richter; Hausmann, Brendle (2), Reibold (4), Prior (1), Berkenkopf (1), Knobel (4), Peter (7), Lünemann (7), Müller (4), Pieper, Achterberg (4), Michels (1).



