Das war die passende Antwort auf die zuletzt drei Punktspiel-Niederlagen in Serie: Die Handballerinnen des ETSV Witten setzten sich am Sonntag in eigener Halle mit 32:23 (16:12) gegen die DJK SG Bösperde durch, spielten dabei phasenweise beeindruckend stark und hätten durchaus noch deutlicher gewinnen können. „Wir haben jetzt sogar den direkten Vergleich gewonnen“, so ETSV-Trainer Rolf Albus.
In der Hinrunde nämlich hatte der aktuelle Liga-Fünfte aus Witten in Menden eine 31:37-Pleite kassiert, hatten da vor allem defensiv nicht ausgesehen. Keine Frage, dass sie das geraderücken wollten. Obwohl mit Alisa Knobel, Mona Hankewitz und Julia Pieper drei Stammkräfte fehlten, war der ETSV über weite Strecken das klar überlegene Team. „Nur in den ersten zehn, zwölf Minuten, da mussten wir uns noch ein wenig finden. Da stand die Deckung noch nicht gut, vorne waren wir nicht effektiv genug“, so die Analyse von Rolf Albus.
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Trainer des ETSV Witten lobt Anne Schumacher und Torfrau Sarah Richter
Nach dem daraus resultierenden 4:8-Rückstand (12.), als man noch ein wenig „neben dem Gleis“ lief, übernahmen die Gastgeberinnen aber klar das Kommando. Lucy Peter gelang nach 25 Minuten der 11:11-Ausgleich, schon zur Pause hatte sich die Albus-Sieben einen 16:12-Vorsprung erarbeitet. „Wir haben nach der Auszeit ein paar Dinge verändert, die Fehler wurden klar angesprochen“, so der Coach - „das hat die Mannschaft super umgesetzt.“ Und da der ETSV-Express nun einmal ins Rollen kam, war er auch kaum noch aufzuhalten.
Anne Schumacher erzielte insgesamt zehn Treffer, wurde vom Trainer für ihre starke Quote gelobt. Im Tor bot Sarah Richter eine Klasse-Leistung. „Insgesamt nur 23 Gegentore gegen einen so starken Gegner, das muss man erstmal schaffen“, so Albus. Auch spielerisch habe man die Situationen in der Folge sehr gut gelöst, war zudem konsequent im Rückzugsverhalten. So zog der ETSV auf und davon, Anne Schumacher warf das 30:22 (59.) und musste sich auch nicht mehr ob ihrer zwei vergebenen Siebenmeter ärgern - deren vier hatte sie ins Ziel gebracht.
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Jetzt kommen die drei Spiele gegen die schwächsten Teams der Liga
„Wir wollen jetzt auch die letzten drei Spiele für uns entscheiden. Die Saison einfach so austrudeln zu lassen, das kommt nicht infrage“, sagt Rolf Albus, der noch Tabellenrang vier im Visier hat - aktuell hat den Bösperde inne. In den letzten Partien trifft das Wittener Team auf das Keller-Trio HSG Gevelsberg-Silschede, VTV Freier Grund und TuS Bommern.
ETSV: Richter, Hausmann, Brendle (1), Trzonski, Prior (1), Reibold (6), Berkenkopf, Schumacher (10/4), Peter (4), Lünemann (3), Müller (4), Achterberg (2), Michels (1).
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