Zusammenfassung

  • Die FISU University Games 2025, auch bekannt als Rhine Ruhr 2025, finden in NRW und Berlin statt und sind das größte Sportevent weltweit nach Olympia.
  • Helen Habib, eine Bottroper Judo-Athletin, ist als Botschafterin und Gesicht der University Games aktiv und vereint Leistungssport mit Studium.
  • Neben Helen Habib repräsentieren vier weitere Ruhrgebietssportlerinnen die University Games, darunter Nikita Mohr, Frieda Echterhoff, Gina Dittmann und Malik Bourakkadi.

In NRW und im Ruhrgebiet lebt der Traum von Olympia. Von Sommerspielen 2036 oder 2040, die unter anderem hier stattfinden könnten, aber auch schon 2025. Denn ab dem 16. Juli zieht ein erster Hauch von internationalem Spitzensport über den Westen der Republik hinweg.

Mit den „FISU University Games“ werden bis zum 27. Juli die Welthochschulspiele nach Bochum, Mülheim, Duisburg, Essen und Hagen ausgetragen. Als sechster Standort dient die Bundeshauptstadt Berlin. Die University Games sind sozusagen eine abgespeckte Version von Olympia: In 18 Sportarten messen sich die Athleten aus aller Welt, die an einer Hochschule als Student eingeschrieben sind. Die „Olympische Spiele der Studenten“ sozusagen.

Rhine-Ruhr 2025 bzw. World University Games: Bottroperin ist ein sportliches Aushängeschild

Disziplinen bei den University Games sind unter anderem Leichtathletik, Basketball und auch Judo – und mit der jungen Helen Habib ist eine Bottroperin da mittendrin: Die Nachwuchssportlerin vom JC 66 Bottrop hat bei den Spielen nicht nur eine gute Perspektive, auf Medaillenjagd zu gehen, sondern dient zudem als Botschafterin und Gesicht von „Rhine Ruhr 2025“, wie die Veranstaltung ebenfalls betitelt wird. „Darüber freue ich mich natürlich sehr“, erzählt die Wahl-Kölnerin, die nach dem Abitur umgehend an den Olympiastützpunkt gezogen ist und dort Leistungssport mit Studium unter einen Deckel bringt.

Judo-Bundesliga, Kampftag in Bottrop
Frauen JC Bottrop - JSV Speyer (weiß)
In der Judo-Bundesliga kämpft Helen Habib für den JC 66 Bottrop. © FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Erfahrung hat Habib bereits hinreichend gesammelt. „Ich war schon 2021 bei den Ruhr Games Botschafterin, dort habe ich mich wohl als gut erwiesen“, bemerkt die Judo-Athletin mit einem Lächeln. Ihr Name ist den Organisatoren im Gedächtnis geblieben, sodass im März 2024 die Anfrage kam. „Leonie Kockel, die ich von früher kenne, ist nun auch für Rhine Ruhr verantwortlich“, führt Habib aus, die von Sportmanagern und in Kooperation mit den jeweiligen Fachverbänden stellvertretend für die Judoka auserwählt wurde.

Weltweit die Nummer zwei hinter Olympia

Die 20-Jährige ist eine von fünf Ruhrgebietssportlerinnen, die als Gesichter der University Games dienen: Auch Nikita Mohr (Schwelm / Rudern), Frieda Echterhoff (Bochum / Leichtathletik), Gina Dittmann (Essen / Tennis) und der Mülheimer Badminton-Spieler Malik Bourakkadi zählen dazu.

„Irgendwo ist es auch schön zu sehen, wie alle Teilnehmenden Sport und Studium vereinbaren können. Weltweit ist Rhine Ruhr im das größte Sportevent des Jahres und steht im Gesamtklassement hinter Olympia auf Platz zwei“, freut sich Habib, die trotz ihres jungen Alters schon ein Aushängeschild des Judosports ist.