Das Wort Unentschieden musste Arminia Klosterhardt am vergangenen Freitagabend notgedrungen wieder ins eigene Vokabular aufnehmen. Nach acht Siegen in Folge kam der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 6, nicht über ein 1:1 (0:0) bei TuSEM Essen hinaus. Die Mannschaft von Marcel Landers tat sich an der Margarethenhöhe ob unzureichender Effektivität im Abschluss lange schwer. Die Grün-Weißen wendeten kurz vor Schluss eine gar noch größere Delle ab. Samuel Zegadlo traf spät (89.) zum insgesamt leistungsgerechten Ausgleich. „Damit können, nein müssen wir leben. Der Punkt kann noch sehr wichtig werden. Wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand“, schaltete Arminias Trainer anschließend in den Pragmatismus-Modus.

Klosterhardt sah sich von Beginn an einem forsch und couragiert agierenden Gegner ausgesetzt. Bissig und präsent in den Zweikämpfen war der TuSEM zunächst nicht ansatzweise daran interessiert, dem Ligaprimus freiwillig das Feld zu überlassen. Nachdem die Arminia früh zwei brenzlige Situationen im eigenen Strafraum schadlos überstanden hatte, meldeten sich auch die Gäste nach gut einer Viertelstunde erstmalig vorne an. Der auffällig spielfreudige Max Langerbein fand allerdings in Essens Torhüter Leon Schulten seinen Meister (17.). Keine zwei Minuten später verpasste Zegadlo mit einem Lattenkracher die mögliche Führung. Kurz darauf rettete Schulten per Fußabwehr erneut gegen Langerbein. Auf der anderen Seite lenkte Arminias Keeper Lucas Goy einen Kopfball von Leo Derksen bärenstark über den Querbalken (26.).

Arminia Klosterhardt wankt, doch Samuel Zegadlo rettet das Unentschieden

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Der Tabellenführer erarbeitete sich bis zur Pause zwar zunehmend ein optisches Übergewicht, machte es manchmal aber einfach zu kompliziert. Technische Unsauberkeiten im Aufbau und unpräzise Seitenverlagerungen waren für den aufmerksamen TuSEM ein gefundenes Fressen.

Die Hausherren positionierten sich im zweiten Abschnitt etwas tiefer und nötigten der Landers-Elf mit ihrer ganzen Kompaktheit noch mehr Geduld ab. Zegadlo brach nach einer Stunde endlich mal verheißungsvoll durch, zog allerdings deutlich am langen Pfosten vorbei. Dieser, sich aufaddierende Chancenwucher blieb nicht ohne Folgen: Der Tabellenneunte schloss in Minute 68 einen tempogeladenen, schnörkellos vorgetragenen Konter mustergültig durch Daniel Zurmühlen zum 1:0 ab.

Der Tabellenführer wankte bedrohlich und spielte nachdrücklich weiter mit dem Feuer. Eben auch, weil Zegadlo seine nächste Top-Möglichkeit ausließ, indem er an Teufelskerl Schulten scheiterte (79.). Schließlich durfte Arminias Zehner mit seinen nicht aufsteckenden Mannschaftskameraden doch noch jubeln – Niederlage abgewendet.