„Wir schauen weder nach links noch nach rechts und wollen unsere Hausaufgaben erfolgreich erledigen“, genießt die eigene Partie für Marcel Landers oberste Priorität. Der Trainer von Bezirksliga-Spitzenreiter Arminia Klosterhardt empfängt mit seiner Mannschaft am Sonntagnachmitttag Fatihspor Essen. Der Anstoß im Estadio erfolgt wie gewohnt um 15.30 Uhr.
Zur gleichen Uhrzeit tritt ein paar Meter Luftlinie weiter Arminias ärgster Verfolger Rot-Weiss Essen II am Dicken Stein bei Sterkrade 06/07 an. Gegen etwas Schützenhilfe der Blauen hätten die Arminen gewiss nichts einzuwenden. „Stimmt, nur haben wir darauf keinen Einfluss. Von daher horchen wir mal nach dem Abpfiff nach, aber nicht während des Spiels. Die Mannschaft ist sehr fokussiert auf Fatihspor. Wir möchten es selbst regeln, unserem Ziel wieder ein Stück näherkommen und dabei nicht auf andere angewiesen sein“, bekräftigt Landers, die sofortige Rückkehr in die Landesliga vollends aus eigener Kraft schaffen zu wollen.
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Marcel Landers nimmt kommenden Gegner nicht auf die leichte Schulter
Bei noch fünf ausstehenden Begegnungen ist die kommende gegen den tief im Abstiegssumpf steckenden Tabellen-16. die vermeintlich leichteste. „Nach unserem wichtigen Sieg bei RWE II erwartet jetzt jeder automatisch den nächsten Dreier. Den wollen wir auch unbedingt einfahren. Sicher ist, dass unser Gegner mal nicht eben im Vorbeigehen geschlagen werden kann. Das haben meine Jungs verinnerlicht und deshalb mache ich mir auch keinerlei Sorgen“, setzt Landers uneingeschränktes Vertrauen in seine Schützlinge.
Im Fußball ist es keine Seltenheit, dass eine Mannschaft, der den Druck genommen wurde, plötzlich wieder befreit und erfolgreich aufspielt. Dieses Phänomen tritt derzeit bei der Spvgg. Sterkrade 06/07 auf. Der Bezirksligist, in der Winterpause noch als Tabellenzweiter einen Zähler hinter Arminia Klosterhardt liegend, hatte sich durch eine bis dato katastrophale Rückrunde jegliche Aufstiegshoffnungen verspielt. Vor dem Heimspiel gegen RWE II bietet sich den „Blauen“ noch einmal die Möglichkeit oben anzuklopfen.
06/07-Trainer Lars Mühlbauer: „Wir können befreit aufspielen“
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Denn: Mit einem Sieg über die Essener Reserve würde der Tabellenfünfte nicht nur wie bereits erwähnt Klosterhardt Schützenhilfe leisten, sondern läge plötzlich wieder nur noch drei Zähler hinter Relegationsplatz zwei. „Wir wissen um unsere Chance, aber ich sage auch ganz klar: Der Druck liegt nicht bei uns. Wir können befreit aufspielen“, betont Lars Mühlbauer.
Der 06/07-Trainer berichtet, dass er mit dieser Strategie ganz gut fährt. „Den Aufstieg hatten wir nach dem Nord-Spiel intern abgeschrieben. Das tat meiner Mannschaft offensichtlich gut. Seitdem spielt sie wesentlich befreiter und überzeugender.“ Und erfolgreicher. Beim 4:0-Sieg vergangene Woche beim Heisinger SV habe der 48-Jährige seine Truppe selten so stark und souverän gesehen. Personell sieht es aber vor dem Duell mit RWE nicht gut aus. Lukas Geers (Zeh), Artur Stankewizius (Kreuzbandriss), Joel Bayram (Knie) sowie die im Urlaub weilenden Aaron Langen und Florian Pascal Lauer sind nicht mit von der Partie. Jannik Hoppe hingegen stößt nach seiner Urlaubsauszeit zum Kader zurück. „Mit einem Sieg ist wieder ordentlich was drin. Wir wollen Essen Paroli bieten, aber ohne Druck.“ So wie es das vergangene, erfolgreiche Spiel schon gezeigt hat.




