Ein bisschen bedröppelt standen die A-Junioren von Rot-Weiß Oberhausen nach dem 1:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga auf dem Rasen im Stadion Niederrhein. Das lag zum einen an dem Platzregen kurz vorher, aber auch an den nicht genutzten Möglichkeiten vor dem Ausgleich der Zebras mit dem zweiten Treffer den Sack zu zumachen. „Ärgerlich“, findet auch Mike Terranova an der Seitenlinie und erwartet für den Saisonendspurt „ein Hauen und Stechen“ um die wichtigen Punkte um den Klassenerhalt.
Der Tabellenführer aus Duisburg kam mit enormen Größenvorteilen und einem klaren Plan. „Wir wussten, dass sie immer wieder die Flügel überlagern und dann diagonal reinspielen wollten“, war der Linienchef mit dem Start einverstanden. Duisburg hatte mehr vom Spiel, letztlich allerdings nicht die großen Chancen. Anders die Kleeblätter in der elften Minute. Dem ansonsten starken Laurenz Jennissen im Kasten des MSV versprang die Kugel, Sergio Terranova bedankte sich und schob zur Führung ein.
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Mike Terranova hadert: „Wir müssen einfach das zweite Tor machen“
Ganz ähnlich kam Marlon Brill kurz vor der Pause zum Abschluss, diesmal verbaselten es die Jungs vor Jennissen allerdings und er rettete gerade eben. „Wir müssen einfach das zweite Tor machen. Du hattest gute Dinger“, weiß auch Terranova und denkt dabei auch an die große Chance von Ege Varol kurz nach der Pause. Er nahm Kadir Olcay die Kugel ab und chippte den Ball über Jennissen, aber auch übers Tor. „Im Training trifft er neun von zehn“, weiß der Trainer.
RWO hatte das Spiel nun unter Kontrolle, ließ wenig zu, hatte immer wieder diese Umschaltmomente und eben auch die dicken Chancen. Blessing Mulweme war auf der rechten Seite von niemandem einzuholen und flankte auf Terranova ins Zentrum. Der verzögerte, legte sich den Ball auf den stärkeren rechten Fuß, doch gab damit auch die Chance den Abschluss zu blocken. Bei einem möglichen Handelfmeter, nach einem Einwurf, war es Schiedsrichter Lutz Meyersieck nicht deutlich genug für so eine gewichtige Entscheidung.
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So kam es, wie es kommen musste: Der ansonsten richtig gute Roosevelt Tambetabi ließ sich vom starken Joker Sejoba Barnes abkochen und trotz eigentlich guter Strafraumbesetzung konnte der ebenfalls eingewechselte Yannik Scholl nicht daran gehindert werden, den zu dem Zeitpunkt eher schmeichelhaften Ausgleich zu erzielen. Dann begann eine wilde Schlussphase, nicht nur wegen des Dauerregens. Terranovas Freistoß lenkte Jennissen überragend an die Latte (80.), dann packte Lowe Bjerlestam (85.) nach einer Ecke gut zu und auch Scholl (87.) schlenzte nur knapp am langen Pfosten vorbei.
„Es waren viele gute Sachen dabei, aber auch viele einfache Ballverluste“, bleibt es bei gemischten Gefühlen bei Terranova. Mit Spielen bei Fortuna Köln und FSV Frankfurt, dazwischen ein Heimspiel gegen SV Darmstadt und dem Abschluss zuhause gegen Viktoria Köln haben die Kleeblätter aber weiterhin alle Karten selbst in der Hand.




