Der Aufstieg in die Kreisliga A rückt für die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen immer näher. Die Kleeblätter hielten ihren ärgsten Verfolger Grün-Weiss Holten am Samstagabend vor sehr guter Kulisse (300 Zuschauer) an der Lindnerstraße in Schach. Ihren bis dato Acht-Punkte-Vorsprung konnte die Mannschaft von Günter Abel allerdings nicht ausbauen, weil GWH mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit noch der durchaus verdiente 1:1 (1:0)-Ausgleich gelang. „Unser Spiel war zu fehlerbehaftet. Der Gegentreffer in letzter Sekunde war dafür dann ein gutes Beispiel“, haderte der RWO-Trainer anschließend mit der teils rumpeligen Vorstellung seiner Mannschaft. Teamchef „CTR“ Daniel Schliwa äußerte sich pragmatisch: „Ich lege mich fest: Das war der Aufstieg! Holten freut sich, wir dürfen uns freuen. Alles ist gut.“
Nach ausgeglichenem Beginn erarbeitete sich der Tabellenzweite zunehmend ein Übergewicht und deutliches Chancenplus. Bei RWO, das auffällig lethargisch und oft nur mit langen Bällen in die Spitze ideenlos agierte, musste Taktgeber und Feingeist Florian Abel wegen Knieproblemen schon nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden. Holten ließ die mögliche Führung fahrlässig liegen, verzweifelte aber auch mehrfach an Teufelskerl Kevin Luft im RWO-Kasten.
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Leon Hölz trifft in der letzten Minute der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich
Und urplötzlich schlug der Ligaprimus eiskalt wie effizient zu: Den Rot-Weißen reichte nach gut einer halben Stunde tatsächlich ein einziger Abschluss, um mit 1:0 in die Kabine zu gehen. Auf uneigennützige Vorarbeit von Geburtstagskind Phillipp Klempel (29) schloss Moritz Wegener einen Konter mustergültig ab.
Im zweiten Durchgang profitierte GWH schließlich vom Chancenwucher der Kleeblätter, die den Sack trotz erstklassiger Möglichkeiten nicht zumachten. Leon Hölz zeichnete in der 95. Minute für den umjubelten 1:1-Endstand verantwortlich. „Riesengroßes Lob an die Jungs. Sie haben bis zum Schluss dran geglaubt und alles reingeworfen, was ging. Dieser Punkt kann noch sehr wertvoll sein“, richtete Holtens Coach Timo Schmidt den Blick auf Platz zwei, der für GWH das Hintertürchen zur Kreisliga A über die Aufstiegsrelegation offenlässt.



