Spielen die Handballer des VfR Saarn auch in der kommenden Saison wieder in der Oberliga? Nach dem ersten von zwei Relegationsspielen gegen Fortuna Köln ist die Wahrscheinlichkeit stark gesunken, denn die Mülheimer gehen nach der 21:29 (10:18)-Niederlage mit einer Hypothek von acht Treffern in das Rückspiel. Dabei fing alles so gut an.
Die ersten drei Tore gehörten den Mülheimern, die von diesem Start aber nicht zehren konnten, sondern gleich mit 3:4 in Rückstand gerieten. Bis zum 9:9 blieb das Spiel aber völlig offen. Dann kassierten die Gäste allerdings vier Gegentore in Folge und nach dem 10:13 noch einmal fünf hintereinander - aus 9:9 wurde 10:18.
So analysiert Mülheims Trainer den entscheidenden 1:9-Lauf
„Das Rückzugsverhalten war nicht optimal und wir sind nicht konsequent auf den ballführenden Spieler draufgegangen“, analysierte Trainer Ragulan Srijeevagahn die Probleme in der Abwehr. Doch auch vorne lief es nicht besser. Ein ums andere Mal schlossen die Mülheimer viel zu früh ab. Gelang im Angriff doch einmal ein erfolgreicher Durchbruch, wurde nicht mehr rechtzeitig abgespielt, so dass die Kölner Verteidiger ihre jeweiligen Gegenspieler doch noch festmachen konnten.
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Nach einer Fehleranalyse in der Pause gelang es dem VfR, das Spiel in der zweiten Halbzeit ausgeglichener zu gestalten. Allerdings schafften es die Mülheimer nicht, von ihrem Rückstand auch nur ein Tor abzuknapsen. Fünf Minuten vor dem Ende war der VfR immerhin auf 21:26 dran - das wären nur fünf Tore minus mit Blick auf das Rückspiel gewesen. Doch die letzten drei Treffer der Partie gehörten der Fortuna, so dass es am Ende wieder exakt die acht Tore aus der Pause waren. „Wir haben die Deckung zu wenig in Bewegung gebracht und hatten vorne weiter viele Fehlwürfe und technische Fehler“, bemängelte der Coach.
So wollen die Mülheimer im Rückspiel das Unmögliche schaffen
Vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag (9. Juni) um 20.30 Uhr in der heimischen Halle an der Holzstraße stehen die Zeichen damit alles andere als gut. Acht Tore sind selbst im Handball eine Menge. „Wir sind zu Hause und im Handball können immer viele Tore fallen“, versucht Trainer Srijeevaghan optimistisch zu bleiben.

Der Coach ist sich aber auch darüber im Klaren, dass seine Mannschaft ins Risiko gehen muss, will sie in diesem Duell noch einmal eine Chance haben. „Wir müssen die Akzente setzen, brauchen schnelle Balleroberungen und einfache Tore“, erklärt der Coach die Marschroute für den zweiten Vergleich mit den Kölnern – damit das Abenteuer Oberliga für den Aufsteiger nicht nach nur einer Saison bereits wieder endet.





