Das Ticket für die Play-offs der besten acht Hockeymannschaften Deutschlands hatte der HTC Uhlenhorst Mülheim schon seit einer Woche in der Tasche. Als Tabellenvierter vor dem letzten regulären Spieltag wollten sich die Mülheimer allerdings auch noch das Heimrecht für das Viertelfinale sichern.

Das hat nicht geklappt. Denn im letzten Spiel vor dem Start der Play-offs mussten sich die Mülheimer im heimischen Waldstadion Rot-Weiss Köln mit 0:5 geschlagen geben. Damit mussten sie den TSV Mannheim und den Harvestehuder THC in der Tabelle noch vorbeiziehen lassen, da beide ihr jeweils letztes Spiel gewinnen konnten.

Mülheimer beenden die reguläre Saison auf Platz sechs

Damit geht der HTCU „nur“ als Sechster in die Play-offs und bekommt es dort mit dem Hauptrunden-Dritten zu tun, dem Club an der Alster aus Hamburg. Das erste Spiel der Best-of-three-Serie bestreiten die Mülheimer am kommenden Samstag (16. Mai, 12.15 Uhr) zu Hause, das zweite und womöglich das entscheidende dritte Spiel werden aber am 23. und 24. Mai in Hamburg (Anstoß jeweils 14.30 Uhr) ausgetragen.

Sollten es die Uhlenhorster ins Final Four schaffen, das am 30. und 31. Mai in Bonn ausgetragen wird, treffen sie entweder auf den UHC Hamburg oder erneut auf Rot-Weiss Köln, den Tabellenzweiten der Hauptrunde und dreifachen Meister der Jahre 2021 bis 2023.

„Das Heimrecht wäre natürlich nice-to-have gewesen und das hätten wir natürlich auch gerne gehabt, ich fühle mich aber auch ganz gut mit dem Gegner Alster, weil wir da zwei gute Spiele gemacht haben“, meinte Trainer Thilo Stralkowski

HTC Uhlenhorst - RW Köln in Mülheim an der Ruhr
Der Mülheimer Coach Thilo Stralkowski geht mit positivem Gefühl in die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Ohnehin ist die Liga mindestens ab Platz drei äußerst eng, so dass sich viele der möglichen Gegner auf Augenhöhe bewegt hätten. „Vor ein paar Wochen haben wir Polo geschlagen“, verdeutlicht der Coach am Beispiel des Sieges gegen den Hauptrundensieger die Möglichkeiten, die seine Mannschaft an guten Tagen hat.

Mülheimer Bundesligist muss an seiner Effizienz arbeiten

„Wir müssen aber wieder in die Spur finden, was die Effizienz im Spiel angeht. Wir machen für unsere Verhältnisse relativ wenig Tore“, bemängelt Stralkowski. Die zwischenzeitliche Kölner 3:0-Führung hätte der Spielverlauf beispielsweise gar nicht hergegeben. „Wir hatten schon nach 90 Sekunden einen freien Lauf auf den Torwart und Köln braucht eine Ecke und geht in Führung“, haderte Stralkowski.

HTC Uhlenhorst - RW Köln in Mülheim an der Ruhr
Im letzten regulären Saisonspiel jubelten am Ende nur die Gäste von Rot-Weiss Köln.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Daneben sei natürlich die Entstehung der Gegentore zu einfach. „Nun gilt es, sich ganz schnell zu schütteln. Wir brauchen eine gute Trainingswoche“, sagt Stralkowski, der seiner Mannschaft auch eine gewisse Galligkeit noch einmal einimpfen will. „Nur so gewinnst du Spiele.“

Titelverteidiger zieht gerade so als Achter in die Play-offs ein

Die andere Hälfte des „Turnierbaums“ wird vom Hamburger Polo-Club angeführt, der auf Titelverteidiger Crefelder HTC trifft und endlich Deutscher Meister werden will. Die Krefelder sicherten sich am letzten Spieltag erst mit einem Sieg über den Mannheimer HC überhaupt den achten und letzten Play-off-Platz. Das vierte Viertelfinale bestreiten der Vorjahresfinalist Harvestehuder THC und der TSV Mannheim.

Das sind die Play-offs in der Feldhockey-Bundesliga

Viertelfinale

  • Crefelder HTC – Hamburger Polo-Club
  • UHC Hamburg – Rot-Weiss Köln
  • HTC Uhlenhorst Mülheim – Club an der Alster
  • Harvestehuder THC – TSV Mannheim

Halbfinale

  • Crefeld/Polo - HTHC/Mannheim
  • UHC/Köln - HTCU/Alster