Die Handballer des HSV Dümpten sind dem Klassenerhalt in der Oberliga einen weiteren Schritt näher gekommen. Nach dem 33:29 (17:15) gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade am Freitagabend träumt der in dieser Saison etwas abgestürzte Vizemeister des Vorjahres sogar noch von einer ausgeglichenen Punktebilanz.

Trainer Ralf Trimborn musste in der Deckung umstellen, weil ihm Mathias Munke, Kevin Michalski und Jonas Heiming fehlten. Die Lösung mit Raik Muscheika im Mittelblock der 6:0-Deckung funktionierte nicht wirklich, so dass der Coach ab etwa der 18. Minute auf eine 5:1-Deckung mit Patrick Höppner auf der vorgezogenen Position umstellte. Auf der Halbposition deckte fortan Pirmin Alexius aus der zweiten Mannschaft. „Ab der Phase kassieren wir nur noch fünf Gegentore und gehen mit einer Führung in die Pause“, freute sich Trirmborn.

Doppelte Manndeckung bringt Mülheimer Handballer nicht voll aus dem Konzept

Den Vorteil konnte seine Mannschaft dann auch im zweiten Durchgang halten, als sie früh auf vier Tore Vorsprung erhöhte. Für ein Störfeuer sorgten die Gäste nur noch einmal, als sie sowohl Höppner als auch Carsten Ridder in Manndeckung nahmen. „Da war dann ein bisschen Unruhe drin und wir haben über den siebten Mann nachgedacht“, schilderte der HSV-Coach.

Die Dümptener behielten aber die Übersicht und stellten den Vorsprung von vier Toren am Ende wieder her, wenngleich sie sich bei nur sieben gehaltenen Bällen einmal mehr nicht auf eine wirklich gute Torwartleistung verlassen konnten. „Das ist eigentlich ein bisschen dünn für die Liga. Aber im Moment hat die Mannschaft das in der Deckung gut gelöst, weil Patrick Höppner auf der eins viele Bälle geklaut hat, die uns geholfen haben, wieder auf vier oder fünf Tore hochzugehen“, meinte Trimborn.

HSV Dümpten holt neun Punkte aus den letzten sechs Spielen

Die Konkurrenten Aldekerk II und „VeRuKa“ haben am Samstag verloren, so dass der Sieg gegen Hiesfeld für die Rothosen schon bald die halbe Miete gewesen sein dürfte. „Wir haben in den letzten sechs Spielen neun Punkte geholt, das ist schon klasse“, zeigte sich auch der Coach zufrieden mit der aktuellen Form seiner Mannschaft. Ein Sieg fehlt dem HSV noch zur Marke von 20 Punkten. „Die werden wir auf jeden Fall schaffen, aber ich möchte eigentlich mehr“, sagt Trimborn. Sein Traum ist ein positives Punkteverhältnis. Bei der aktuellen Bilanz von 18:24 müssten die Mülheimer da noch die überwiegenden der letzten fünf Spiele gewinnen.

HSV: Kretschmer, Strenger, Brysch - Ditzhaus (7/6), Höppner (6/1), Ridder (6), Gernand (4), Anhalt (3), Peterson (3), Christ (2), Klaus (2/2), Alexius, Hellmich, Märker, Muscheika