Zusammenfassung
- Der HTC Uhlenhorst feierte bei der Mülheimer Sportlerwahl große Erfolge, insbesondere durch seine Hockey-Talente, die als "Sportler des Jahres" und "Talent des Jahres" ausgezeichnet wurden.
- Auch Trainer Maximilian Metzing und Jockey Nina Baltromei, die als erste Frau das Deutsche Derby gewann, wurden geehrt.
- Das "Autosen Buderus Sprintteam" holte erneut den Titel als Mannschaft des Jahres in der Ruder-Bundesliga.
Gleich mehrere Spieler des HTCU sollten ihren ganz großen Auftritt aber erst am Abend bekommen. Denn bei der „Medl-Nacht der Sieger“, bei der traditionell auch die Ergebnisse der Mülheimer Sportlerwahl präsentiert werden, räumten die Uhlenhorster gleich in zwei Kategorien ab – aber mit gleich fünf Personen. Denn sowohl bei den beiden U21-Weltmeistern Maximilian Stahmann und Jannik Enaux als auch bei den U18-Europameistern Warner van Gessel, Carl Möltgen und Linus Frankhof wollten die Organisatoren keine Unterscheidung machen und schrieben sie gemeinsam als Vorschlag auf den Wahlzettel.
Mülheims Sportler des Jahres schauten fünf Millionen Menschen im TV zu
Stahmann und Enaux gewannen dadurch als Duo den Titel „Sportler des Jahres“, beim „Talent des Jahres“ gewann zum ersten Mal ein Trio.


Im Gespräch mit Moderator Claus Lufen blickten die U21-Helden noch einmal auf den Titelgewinn in Indien zurück. „Das war unglaublich“, meinte Max Stahmann. „Danach brauchte man erst einmal ein paar Tage, um das zu realisieren.“ Zumal das Ganze auch noch in einem der hockeyverrücktesten Länder der Welt stattfand. „Man kann sich das gar nicht wirklich vorstellen, hier in Deutschland gucken vielleicht 200 oder 300 Leute bei einem Bundesligaspiel zu, bei unserem im Halbfinale gegen Indien waren 8.000 da und fünf Millionen im Live-TV, das hat einfach andere Dimensionen da“, meinte Enaux.
Maximilian Metzing: Kanu-Trainer von der DJK Ruhrwacht Mülheim wird Trainer des Jahres
Warum es für die Youngster so gut läuft? „Das hat auch was mit den Trainern zu tun“, lobte Jannik Enaux seine Coaches, sowohl am Uhlenhorst als auch in der Nationalmannschaft. Da dürfte auch Maximilian Metzing genau zugehört haben, denn der Kanu-Coach von der DJK Ruhrwacht ist Mülheims „Trainer des Jahres“. Diese Auszeichnung sei für ihn eine „Wertschätzung für viele Jahre harte Arbeit“.

In Zukunft wünscht er sich noch mehr Anreize für junge Menschen und Sportler, die ihre aktive Karriere beendet haben, um vielleicht ebenfalls den Weg als Trainerin oder Trainer einzuschlagen. „Wir haben da immer noch zu wenige, wenn man sieht, was in anderen Ländern möglich ist. Da können wir noch viel tun, um Übungsleiter und Trainer nach vorne zu bringen“, meinte Metzing.
Nina Baltromei wird zur Sportlerin des Jahres in Mülheim gekürt
Eine ganz besondere Geschichte hat Mülheims neue Sportlerin des Jahres in 2025 geschrieben: Nina Baltromei gewann auf Hochkönig das prestigeträchtige Deutsche Derby, das wichtigste Rennen im deutschen Galoppsport. „Das ist schon das Größte bei uns im Sport, da träumt jeder von. Es ist eine Ehre, überhaupt dabei zu sein. Da jetzt auch noch als erste Frau seit 156 Jahren zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes“, sagte die Reiterin und erntete tosenden Applaus in der Westenergie-Sporthalle.

Frauen hätten es in ihrer Sportart immer schwer gehabt, „sie kommen aber jetzt immer mehr an die Spitze“, so Baltromei, die vor allem ihr Pferd Hochkönig in den Vordergrund stellte: „Er war der größte Protagonist. Ihn begleite ich schon, seit er ein Jahr alt ist und das macht das Ganze noch emotionaler.“ Künftig will sie auch international durchstarten.
Mannschaft des Jahres: Sprintteam der Rennrudergemeinschaft Mülheim holt wieder einen Titel
Fehlt nur noch die Mannschaft des Jahres: Zum dritten Mal war das „Autosen Buderus Sprintteam“ in der Ruder-Bundesliga nicht zu schlagen und verdiente sich damit diesen Titel. Was den Mülheimer Achter seit Jahren so stark macht? „Wir sind seit fünf Jahren konstant eine Mannschaft, in ziemlich genau der Zusammensetzung“, meinte Kapitän Henrik Stoepel. „Diese Konstanz ist es, die es braucht, um in der Ruder-Bundesliga ganz vorne mitzufahren.“



