- Der Mülheimer FC 97 steckt nach zwei deutlichen Niederlagen im Abstiegskampf, insbesondere nach einem 0:3 gegen den Tabellenletzten Velbert.
- Trainer Nurettin Yilmaz führt das schwache Abschneiden teils auf den Ramadan zurück, da viele Spieler fasten und dadurch ermüden.
- Um die Abstiegsgefahr zu minimieren, setzt der Trainer auf zwei dringend notwendige Heimsiege in den kommenden Wochen, während der MFC aktuell auf dem viertletzten Tabellenplatz liegt.
Sah es zu Jahresbeginn mit den beiden 2:2-Unentschieden gegen Monheim und vor allem beim ETB Schwarz-Weiß Essen noch vielversprechend aus, steckt der Mülheimer FC 97 nach zwei klaren Niederlagen wieder tiefer denn je im Abstiegskampf. Auf das 1:4 gegen Homberg folgte an diesem Sonntag ein 0:3 (0:1) gegen den Tabellenletzten TVD Velbert. Einen Grund dafür hatte Trainer Nurettin Yilmaz schnell ausgemacht.
„80 Prozent unserer Spieler fasten“, meinte der Coach mit dem Blick auf den noch bis Ende März laufenden muslimischen Fastenmonat Ramadan. Noch am Freitag hatte Yilmaz seine Schützlinge noch darum gebeten, am Spieltag auf das Fasten zu verzichten. Die Bitte stieß offensichtlich auf wenig Resonanz. „Wir haben gekämpft, so lange wir Kraft hatten, aber die Spieler waren irgendwann müde“, ärgerte sich der Trainer.
Niederlage gegen das Schlusslicht: Mülheimer FC steckt nun richtig tief im Abstiegskampf
Denn er weiß: „Wenn wir unten drin stehen, müssen wir mehr kämpfen als der Gegner, mehr laufen und ehrgeiziger sein. Wir brauchen keinen schönen Fußball.“
Das fiel dem MFC aber offenbar schwer, obwohl zur Pause nach dem 0:1 durch Ex-MFC-Spieler Kaan Terzi noch alles drin war. Doch das 2:0 durch Joshua Kapenda nach einer guten Stunde in Folge eines individuellen Fehlers in der Mülheimer Hintermannschaft kam einer Vorentscheidung gleich.
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Mit Blick auf den Ramadan haben die Mülheimer die kommenden beiden Heimspiele jeweils auf Freitagabend um 20 Uhr verschoben – und damit nach dem Sonnenuntergang und somit nach dem Fastenbrechen. „Wir müssen zweimal zu Hause gewinnen“, stellte Nurettin Yilmaz mit Blick auf die beiden Partien gegen den SV Biemenhorst am kommenden Freitag und die Spvg Schonnebeck eine Woche darauf.
Warum die Tabelle auf fussball.de eine falsche Sicherheit suggeriert
Denn durch das 0:3 in Velbert ist der MFC auf den viertletzten Tabellenplatz zurückgefallen. Und der ist - auch wenn es durch die Darstellung im offiziellen Portal fussball.de anders suggeriert wird - mit ziemlicher Sicherheit ein Abstiegsplatz. Grund dafür ist die Regionalliga, in der nach jetzigem Stand mit dem KFC Uerdingen und dem Wuppertaler SV zwei niederrheinische Mannschaften akut abstiegsgefährdet sind. Da aktuell aber kein Team aus dem Westen aus der dritten Liga absteigt, müssten aber auch nur drei Regionalligisten runter. Der Viertletzte - aktuell Uerdingen - bliebe drin.
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Das ändert für die Oberligisten aber zunächst einmal nichts. Denn: Nur wenn gar keine Niederrhein-Mannschaft aus der vierten Liga herunterkommt, der Oberliga-Meister aber in eben jene Klasse aufsteigt, nur dann steigen aus der Oberliga lediglich die letzten drei Teams ab. Das wären nach aktuellem Stand der TVD Velbert (13 Punkte), der SC Union Nettetal (14) und die Sportfreunde Niederwenigern (16).
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