Es waren drei lange Wochen Spielpause. Gespannt richten sich nun wieder die Blicke auf den TuS Lintfort und in welcher Form sich die Zweitliga-Handballerinnen nun präsentieren werden. Sind die Kraftreserven aufgetankt oder ging der Rhythmus mit der Pause gänzlich verloren? Die schnelle Antwort gibt es bereits am kommenden Samstag. Dann empfangen die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein zu einem erneut richtungweisenden Duell die HSG Freiburg. Der Anpfiff in der Eyller Sporthalle ertönt um 17.30 Uhr.

Nach der dreiwöchigen Pause: Wie präsentiert sich Tabellenschlusslicht TuS Lintfort?

Die Sehnsucht der TuS-Spielerinnen ist riesengroß, endlich mal wieder ein Meisterschaftsspiel siegreich zu gestalten. Der letzte doppelte Punktgewinn liegt bereits eine gefühlte Ewigkeit zurück, am 15. November mit dem 24:21-Erfolg gegen Waiblingen. Zwischendurch gab es noch einen Zähler gegen den Bergischen HC (24:24) – das war‘s. Der TuS Lintfort hat in den vergangenen Monaten keine gute Entwicklung genommen und wurde bekanntlich deshalb auch in vielen Spielen von der Konkurrenz gnadenlos abgestraft.

Kamp-Lintfort: 2. Handball-Bundesliga, Frauen: TuS Lintfort – Bergischer HC
Der TuS Lintfort ist nur gemeinsam stark, wie hier in der Deckung mit Eva Manthei (links) und Jana Willing.© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Aber die Hoffnung lebt weiter und erhält eventuell sogar neuen Nährboden. Gibt der behandelnde Arzt sein Einverständnis, dann gehört Insa Weisz am Samstag wieder zum TuS-Aufgebot. Die Linkshänderin musste bekanntlich aufgrund eines kompliziertem Bruches des kleinen Fingers an der Wurfhand operiert werden. Der Heilungsprozess verlief bislang gut. Insa Weisz, eine Leistungsträgerin und Kämpferin, würde den TuS Lintfort mit ihrer stets positiven Ausstrahlung sicherlich wieder auf ein höheres Spielniveau heben.

Insa Weisz würde mit ihrer stets positiven Ausstrahlung den TuS Lintfort auf ein höheres Spielniveau anheben

„Ich denke, die Pause hat uns einfach nur gutgetan“, berichtet TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein: „Wir haben im Training an unseren Defiziten gearbeitet, wie etwa an der Passqualität. Jetzt gegen Freiburg erwarte ich eine Top-Einstellung. Und dass meine Spielerinnen aus kämpferischer Hinsicht alles aus sich herausholen. Aber auch unsere Trefferquote muss deutlich besser werden. Die Abschlüsse waren mir zuletzt oft zu schlampig.“

Mannschaftsfoto und Köpfe von Handball-Zweitligist TuS Lintfort
Will eine Top-Einstellung sehen: Trainerin Bettina Grenz-Klein vom TuS Lintfort.© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Aber egal, welcher Spieltag oder Gegner: Der drohende Abstieg bleibt für den TuS Lintfort ein steter Begleiter. Das Dauerthema ist nicht mehr wegzudiskutieren, bleibt selbstverständlich in den Hinterköpfen der Spielerinnen hängen. Doch seit dem vergangenen Wochenende ist die Wahrscheinlichkeit nochmals angestiegen, dass es nach der Beendigung der Saison „nur“ noch einen Absteiger aus der 2. Liga geben wird – selbst kein Absteiger ist weiterhin absolut realistisch. Die Drittligisten Bad Wildungen und die TSG Leihgestern haben erneut jeweils im Ligabetrieb gepatzt, sind allerdings die beiden einzigen Vereine, die neben dem bereits feststehenden Aufsteiger SV Todesfelde überhaupt eine Lizenz beantragt haben.

Die Gäste aus dem Breisgau sind eine absolut positive Überraschung der Saison

Aber es gibt auch durchaus positive Überraschungen in der Zweitliga-Saison 2025/26. Und dazu gehören eindeutig die Gäste aus dem Breisgau. Die Red Sparrows (übersetzt: Rote Spatzen), wie sich die Mannschaft aus Freiburg nennt, sind als Aufsteiger zu einer spiel- und kampfstarken Einheit zusammengewachsen, haben etliche Achtungserfolge eingefahren und müssen den Abstieg nicht mehr fürchten.