Zum letzten Heimspiel der Saison gäbe es für den Moerser SC eigentlich die gute Gelegenheit, den einen oder anderen Protagonisten gebühren zu verabschieden. Ob das am Samstag (19.30 Uhr, Enni-Sportpark) gegen den Kieler TV auch tatsächlich auf dem Spielfeld passiert, ist unsicher beim Tabellenletzten der 2. Volleyball-Bundesliga, gleichzeitig sportlicher Absteiger in die 3. Liga West. „Es sind derzeit einfach noch zu viele Fragen offen“, versichert Klubchef Guido Lohmann.
Moerser SC: Nur zwei Abgänge sind derzeit sicher
Wirklich sicher scheint nur, dass Mittelblocker Tim Ihde nicht mehr beim MSC weitermacht. Gleiches gilt für Zuspieler Fabio Bertea, hier aus Studiengründen. Der Youngster wird aber dem Verein irgendwie verbunden bleiben. Offen ist die Zukunft von Außenangreifer Luca Wagner, was auch mit einer aktuell offenen beruflichen Perspektive zusammenhängt.

Bei den Saisonzugängen Enrico Scarpi und Jakub Petras ist ein Verbleib ohnehin in erster Linie eine Frage des Honorars. Gut möglich, dass der Verein sich vom nicht immer überzeugenden Italiener Scarpi trennt und beim slowakischen Leistungsträger Petras irgendwie auf eine Lösung hofft. Auch die Trainerfrage steckt in der Diskussion fest. „Da müssen wir demnächst eine Lösung finden, um auch weiter an der neuen Mannschaft zu arbeiten“, betont Vereinsboss Lohmann.
Neue Ligen und Spiellizenzen: Die VBL tagt am 8. Mai
Den vorletzten Tabellenplatz und die Münster Volleys, derzeit noch zwei Punkte entfernt, haben die MSC-Volleyballer für den Fall der Fälle im Visier. Ein Heimsieg über Kiel könnte Platz elf bescheren. Ob das am Ende etwas bringt, ist mehr als offen. Aktuell deutet sich nicht allzu viel an, was die Moerser hoffen lässt. Die VBL-Tagung bezüglich Spiellizenzen und Ligaeinteilungen ist für den 8. Mai angesetzt.

MSC-Trainer Martin Schattenberg konzentriert sich derweil auf den Saisonendspurt, der am 21. März bei VV Humann Essen finalisiert wird. Das 3:0 über die Münster Volleys vom vergangenen Sonntag gibt Moers vor dem Adler-Duell mit dem Kieler TV Auftrieb. Mittelblocker Luis Bartsch ist wieder fit, dafür fehlt in Jasper Theviot wegen eines Muskelfaserrisses der zweite Zuspieler. Diagonalspieler Jona Pukownik wird ebenso wie die Youngster Joshua Schumann und Tobias Tanneberger die Oberliga-Reserve, die in Spielgemeinschaft mit dem Rumelner TV antritt, im Abstiegskampf bei der SG Aachen unterstützen.
Kieler TV kommt mit einigen groß gewachsenen Spielern
„Ich erwarte gegen Kiel ein Duell auf Augenhöhe. Beim 0:3 im Hinspiel hat die Mannschaft in entscheidenden Momenten immer wieder leichte Fehler gemacht“, hebt Coach Schattenberg hervor. Die Gäste reisen mit einer körperlich groß gewachsenen Mannschaft an. Leistungsträger wie etwa die Diagonalspieler Erik Niederlücke (2,05 Meter) und Daniel D‘Argento (2,02) sowie Mittelblocker Mats Jürgensen (2,07) bringen allesamt Gardemaß aufs Parkett.


