In einer prekären Drucksituation die Lockerheit bewahren. Das stellt, so formuliert es zumindest Martin Schattenberg, aktuell die sportliche Kunst mit Blick auf die Abstiegslage beim Moerser SC dar. In der 2. Volleyball-Bundesliga hat das Team des Interimstrainers praktisch nur noch Endspiele vor sich, um irgendwie den zehnten Rettungsplatz zu erreichen. Los geht es am Samstag (17 Uhr, Georg-Büchner-Gymnasium, Leipziger Straße 1) beim Mitaufsteiger MLK Volleys Köln.

Moerser SC braucht sechs Siege aus sechs Spielen

„Die Stimmung ist gut, ebenso die Bereitschaft, sich einzubringen“, umschreibt Coach Schattenberg seine Trainingseindrücke: „Am Ende wissen aber alle, dass jetzt nur noch Ergebnisse zählen.“ Selbst bei sechs Siegen in sechs Spielen wäre es nicht sicher, dass der Moerser SC am Ende den Klassenerhalt feiern kann. Mindestens zwei Teams vor Moers müssten entsprechend patzen. Den Volleys Aligse auf Platz zehn würden beispielsweise drei Siege aus den finalen sieben Partien reichen, um die Adler abzuhängen.

Zeigte gegen den FC Schüttorf eine gute Leistung: der junge Zuspieler Nico Haug (rechts), hier mit Mittelblocker Tim Broshog.© FUNKE Foto Services | Christian Creon

Weil es im Moment eh nichts nützt, bleibt der Rechenschieben vorerst im Schreibtisch. Samstag ist Köln, mehr zählt derzeit nicht. „Im Hinspiel haben wir zu viele Chancen liegen gelassen“, erinnert sich Coach Schattenberg, damals noch nicht in der Verantwortung: „Köln ist im Block und in der Annahme stark, da müssen wir bei Rallyes bis zum Ende den Fokus hoch halten.“

Moerser SC: Zuspieler Fabio Bertea ist derzeit beeinträchtigt

Personell dürfte sich nicht allzu viel im Vergleich mit dem jüngsten 2:3 gegen Tabellenführer FC Schüttorf 09 ändern, auch wenn es Wehwehchen bei manch einem Adler gibt. Als Zuspieler ist wieder Youngster Nico Haug gefragt. „Er hat gegen Schüttorf ein sehr gutes Spiel gemacht. Das gilt es zu bestätigen“, so Martin Schattenberg. Der bisherige Starter Fabio Bertea ist aufgrund seines Studiums aktuell beeinträchtigt.