Es ist mal wieder angerichtet: In der Handball-Verbandsliga kommt es zu einem interessanten Lokalduell zweier alter Rivalen und Ortsnachbarn. Der TuS Lintfort empfängt den TV Issum. Dieses Aufeinandertreffen wurde allerdings vom ursprünglichen Samstag mit Anwurf um 19.30 Uhr nun auf den Freitagabend vorgezogen. Der Anpfiff in der Eyller Sporthalle ertönt dann um 20.45 Uhr.
Derby steigt am Freitagabend um 20.45 Uhr in der Eyller Sporthalle
Der TuS Lintfort brennt auf dieses Kräftemessen. Der Verein wird als Tabellenletzter zwar weiterhin von argen Abstiegssorgen geplagt. Aber die Mannschaft hat seit einigen Wochen neuen Mut gefasst. Der erste Sieg unlängst in Alstaden mit einer absolut ansprechenden Vorstellung gilt als „Knotenlöser“ – selbst der jüngste Auftritt in Wesel, trotz der Niederlage, war in Ordnung. Die Mannschaft kommt immer besser in Schwung, weil insbesondere das Zusammenspiel in der Offensive reibungsfreier funktioniert. Zudem steigt die Effizienz beim Torabschluss.
„Wir haben uns im Abstiegskampf natürlich noch nicht aufgegeben“, so die klaren Worte von TuS-Kapitän Sebastian Küpper. „Die Bonus-Punkte in Alstaden taten richtig gut. Ich denke, Issum ist für uns mittlerweile in Schlagdistanz.“ Die Hausherren müssen weiterhin auf die langzeitverletzten Spieler wie Thomas Pastoors oder Sebastian Küpper verzichten.

Aber der TV Issum tritt mit „breiter Brust“ an. Das Selbstvertrauen der Mannschaft ist nach dem jüngsten 25:24-Derbysieg über den TV Schwafheim weiter angewachsen. Der Gast vertraut dabei wie gewohnt auf seine sattelfeste Defensive. „Unser Spiel, unser Erfolg fängt immer hinten in der Deckung an“, weiß Christian Ginters: „Stehen wir in der Abwehr sicher, kompakt und aggressiv, so beeinflusst diese gute Stimmung auch regelmäßig unser Offensivverhalten.“ Weshalb der TVI-Coach am Freitagabend auch die Favoritenrolle annimmt. „Wir haben Lintfort schon im Hinspiel beherrscht, wollen auch diesmal die Punkte. Wichtig wird aber sein, dass wir unser Spiel spielen.“ Issum kann wieder auf die Dienste von Philip Ernst zurückgreifen – Jonas Tersteegen, Johannes Zadraschil und Sven Krahl werden fehlen.
Zwei weitere Spiele in der Verbandsliga
TV Schwafheim – RW Oberhausen. Die Hausherren stehen vor einer kaum zu lösenden Aufgabe. RWO befindet sich im Aufstiegskampf, kann sich unter keinen Umständen einen Punktverlust erlauben. „Wir sind selbstverständlich krasser Außenseiter“, betont TVS-Coach Peter Wiedemann. „Aber wir wollen uns zu Hause in starker Form präsentieren und dem Favoriten einen heißen Kampf liefern.“ Jonathan Steinkuhl sollte seine Mandelentzündung ebenso auskuriert haben wie Nils Ahlendorf seine Oberschenkelprobleme. Jannik Krause hat seinen Urlaub beendet. Pascal Prchala ist zwar nach seiner Fußverletzung noch nicht fit, steht aber zur Verfügung.

TV Kapellen – Alstadener TuS. Die Gastgeber bauen auf ihre wieder gewonnene Heimstärke – vier Siege in Folge haben das Selbstbewusstsein gestärkt. „Aufsteiger Alstaden gehört eindeutig zu den besseren Teams der Liga, unterliegt aber auswärts schon mal Leistungsschwankungen“, weiß TVK-Trainer Martin Gräfen. „Wir benötigen eine stabile Deckung sowie unser mittlerweile gewohnt gutes Tempospiel.“ Der zuletzt beruflich verhinderte Deckungschef Nils Deinert sollte wieder ins Team zurückkehren. Fehlen werden Marvin Brunotte und Yannic Jost.


