Die ETB Miners haben im Viertelfinale der Pro-B-Play-offs den nächsten Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Vor 1389 Zuschauern in der Sporthalle am Hallo gewann das Team das erste Spiel der Viertelfinalserie gegen die EN Baskets Schwelm und darf weiter vom Halbfinale träumen. Fünf Spieler punkteten zweistellig. Die Gäste aus dem Sauerland hatten sich in der ersten Runde überraschend mit 2:1 gegen die Hessing Kangaroos Leitershofen durchgesetzt.
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Wie schon im Auftaktspiel des Achtelfinals gegen die Fraport Skyliners Juniors fanden die Miners zunächst nur schwer ins Spiel. Die Starting Five um Quashawn Lane, Mychael Paulo, Niclas Sperber, Jonathan Almstedt und Marc Friederici brauchte einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. „Wir hatten wieder einen schleppenden Beginn, haben dann aber spätestens im dritten Viertel Anpassungen gefunden, um offensiv besser zu attackieren“, sagte Trainer Lars Wendt nach der Partie.

ETB Miners gegen Baskets Schwelm: 19:4-Lauf bringt die Wende vor der Pause
Diese Anpassungen waren dringend notwendig: Mitte des zweiten Viertels lagen die Essener mit acht Punkten zurück (19:27). Vor allem die aggressive Verteidigung der Gäste sowie die lautstarke Unterstützung von rund 100 mitgereisten Fans setzten die Miners unter Druck. Offensiv verfielen die Hausherren zeitweise in Einzelaktionen, defensiv fehlte häufig die nötige Konzentration.
Umso wichtiger war die Reaktion kurz vor der Halbzeit: Mit einem 19:4-Lauf drehten die Miners die Partie. Dabei überzeugte vor allem das Kollektiv. „Die Stimmung ist natürlich direkt besser, wenn alle scoren. Es macht Mut und gibt Hoffnung, wenn wir wissen, dass auch Spieler von der Bank punkten können“, betonte Wendt.
ETB Miners gegen Baskets Schwelm: Wichtige Impulse
Besonders hervorzuheben war das Comeback von Leon Kalinic, der nach Verletzung mit zwölf Punkten wichtige Impulse von der Bank lieferte. Angetrieben von der starken Kulisse legten die Miners im dritten Viertel den Grundstein für den späteren Erfolg und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Auch die letzten Zweifel, die Partie könne erneut eng werden, zerstreuten sich im weiteren Verlauf. So gewannen die Hausherren bis auf das Anfangsviertel alle Spielabschnitte und machten es zum Ende hin sogar deutlich. (16:16, 24:21, 21:12, 26:14)
„Wir sind superglücklich, dass heute alle auf Spielzeit gekommen sind“, sagte Wendt mit Blick auf die Rotation in der Schlussphase.
ETB Miners gegen Baskets Schwelm: Halbfinalticket noch lange nicht gelöst
Nach holprigem Start wussten die Essener auf beiden Seiten des Feldes zu überzeugen und hielten die Gäste unter anderem bei lediglich 18 Prozent Trefferquote von der Dreierlinie. Bereits am Sonntag steht das zweite Spiel der Viertelfinalserie in Schwelm an. Mit der Leistungssteigerung im Verlauf der Partie und fünf zweistellig punktenden Spielern (Lane 15, Uzoma 11, Paulo 19, Jung 15, Kalinic 12) reisen die Miners mit breiter Brust an. Zudem ist das Team seit inzwischen elf Spielen ungeschlagen.
Ein Selbstläufer wird die Partie jedoch nicht. Die Schwelmer erholten sich bereits gegen Leitershofen von einer Auftaktniederlage und auch die Anhänger dürften die heimische Halle in einen Hexenkessel verwandeln.
ETB Miners gegen Baskets Schwelm: der Live-Ticker zum Nachlesen
ETB Miners im Viertelfinale gegen Baskets Schwelm: Ausgangslage vor dem Spiel
Das ging fix! Die ETB Miners haben auch das zweite Spiel des Play-off-Achtelfinals gegen die Skyliners Juniors gewonnen und stehen nun im Viertelfinale. Dort bekommen die Essener es ab diesem Donnerstag (20 Uhr) zunächst zu Hause mit den Baskets Schwelm zu tun. Fast schon ein Derby! Hier gibt es das erste Spiel der Best-of-3-Serie im Live-Ticker.
„Erstmal ist es schön, dass wir eine kürzere Fahrt haben“, sagt Miners-Trainer Lars Wendt lachend – um sofort wieder ernst zu werden: „Wir treffen auf einen erfahrenen Gegner, der uns alle abverlangen wird.“ Die Schwelmer Baskets haben sich gegen den Süd-Dritten und selbsternannten Aufstiegsaspiranten Leitershofen durchgesetzt (2:1). Während auf Schwelmer Seite vielleicht wichtige Jungs fehlen werden (Guard Erik Nyberg und Center Arthur Noba sind fraglich), sind die Miners komplett. Auch Leon Kalinic wirkt wieder mit, was ein Plus an Optionen beschert, gerade auch unter den Körben. Lars Wendt: „Es sieht wirklich gut aus.“

Untermalt wird die gute Stimmung zusätzlich vom nun auch offiziell eingereichten Antrag auf eine Lizenz für die Zweite Bundesliga Pro A. Man sei optimistisch, eine Pro A-Saison im Falle der sportlichen Qualifikation auch angehen zu können, so Vorstand Robert Hildebrandt

