Was für ein irres Ende: Die Handballer des Tusem haben am letzten Spieltag der 2. Bundesliga eine Niederlage kassiert. Durch das 25:27 (13:14) beim ASV Hamm-Westfalen verpassen die Essener somit die Qualifikation für den DHB-Pokal. Kurios: Trotz des Sieges steigt der ASV in die dritte Liga ab, da die anderen Konkurrenten im Kampf allesamt ihre Partien gewinnen konnten.
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Im letzten Spiel von Tusem-Kapitän Dennis Szczesny waren die Essener in der ersten Halbzeit voll drin in der Partie. Nach einem 2:6-Start drehten die Gäste die Partie mit einem 5:0-Lauf und ließen den prächtig gefüllten Gästeblock erstmals so richtig jubeln. Bis zur Halbzeit konnte sich kein Team so richtig absetzen – mit einer 14:13-Führung für Hamm ging es in die Kabinen.
Tusem Essen verliert letztes Saisonspiel in Hamm: Dennis Szczesny trifft nochmal
Der ASV kam dann besser rein in den zweiten Durchgang, nutzte einige Zeitstrafen der Essener und baute seine Führung auf zwischenzeitlich sechs Tore aus (24:18 / 49. Minute). Der TUSEM gab nicht auf und versuchte alles, um die Partie zu drehen. Die Hypothek war jedoch zu groß, näher als auf zwei Treffer kamen die Essener nicht mehr heran. Dennis Szczesny war immerhin der letzte Treffer des Abends vorenthalten: Der 31-Jährige traf zum 25:27-Endstand.
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Besonders dramatisch wurde es dann nach Abpfiff: Die Spiele von drei ASV-Konkurrenten waren bereits gelaufen: Der VfL Lübeck-Schwartau gewann mit 30:21 gegen den HSC Coburg, Dormagen siegte mit 34:28 in Nordhorn und auch der TuS Nettelstedt-Lübbecke rettete sich mit einem souveränen 29:25-Erfolg in Hagen. Somit richteten sich quasi alle Augenpaare in der Halle auf das Spiel zwischen Ludwigshafen und Hüttenberg, bei welchem nach Abpiff in Hamm noch wenige Minuten zu spielen waren.

Tusem Essen: Drama am letzten Spieltag - Eulen bleiben drin, Minden steigt auf
Hätte Ludwigshafen unentschieden gespielt oder verloren, wäre der ASV Hamm-Westfalen in der Liga geblieben. Doch die Eulen schlugen Hüttenberg schließlich mit 29:27 und stürzten Hamm in das Tal der Tränen. Die doppelte Pointe: Hüttenberg, als Zweiter in den Spieltag gegangen, verpasst den sensationellen Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Nutznießer ist GWD Minden: Der Traditionsverein gewann nämlich in Ferndorf mit 31:30 und schiebt sich noch an Hüttenberg vorbei.
Und der Tusem? Der hatte bereits vor dem Spiel den Klassenerhalt in der Tasche. Ärgerlich war die Niederlage trotzdem, wäre man in der kommenden Saison doch gerne wieder im DHB-Pokal dabeigewesen. Die Essener rutschen sogar noch weit ab in der Tabelle – bis auf den 16. Rang. Letztendlich ist der Ligaverbleib natürlich wichtiger. In der nächsten Saison geht es also wieder in Liga zwei los – ohne Dennis Szczesny.


