Wenn am Sonntag die Wroclaw Panthers um 16.55 Uhr ihre Visitenkarte in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena abgeben, beginnt für Rhein Fire in der American Football League Europe ein Spiel, das beides ist: etwas ganz Neues und ein Wiedersehen mit jemandem, der mehr als nur „ein alter Bekannter“ ist. Das Spiel gegen Breslau als solches ist tatsächlich eine Premiere für die Weinroten. „Gegen das Team aus Polen haben wir bislang noch nie gespielt“, sagt Daniel Thywissen, der Geschäftsführer von Rhein Fire – und das obwohl die Panthers wie die Duisburger Footballer zuvor in der ELF aktiv waren.

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Das Besondere für Fire ist allerdings ein Besuch von dem Mann, der als Vater des Erfolges von „Rhein Fire 2.0“ gilt. Als 15 Jahre nach dem Aus der NFL Europe und damit der ersten Varianten von Rhein Fire die neue Version des im Rheinland und Ruhrgebiet so beliebten Clubs entstanden ist, wurde Jim Tomsula der Cheftrainer. Sein ganzes Auftreten sorgte aber dafür, dass er in eine Art Mentorenrolle schlüpfte und gefühlt jeden mitnahm. Vom Quarterback über den Teambetreuer bis hin zu jedem einzelnen Fan. Mit Rhein Fire holte er zweimal den Meistertitel. Nun hat er kürzlich die Position des Liga-Präsidenten in der AFLE übernommen und ist nun als solcher in Duisburg zu Gast.

Sportlich stellen die Panthers eine Herausforderung dar. Wie Rhein Fire haben auch die Polen bislang erst ein Saisonspiel verloren, aber dafür eines mehr gewonnen – weil der Club aus Wroclaw aktuell eben ein Spiel mehr absolviert hat. Die Panthers gewannen am für Fire spielfreien Wochenende mit 38:27 gegen die Paris Lights. Auch für die Rheinländer lief es zuletzt ordentlich. Vor zwei Wochen gewann Fire mit 45:13 in Biel gegen die Alpine Rams.

Alles zu Rhein Fire:

Apropos alte Bekannte: Aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Martin Pinter, Marvin Pludra und Leon Friebel kehren nun drei Spieler zu Rhein Fire zurück. Gegen Wroclaw werden Defensive Back Max Richter und Linebacker Flamur Simon schon wieder dabei sein; danach stößt auch Offensive Liner Jan-Hendrik Koch wieder zum Team.

Im Rahmen des Spiels geht es übrigens auch um den guten Zweck. So wird sich Rhein Fire erneut im Rahmen des RTL-Spendenmarathons engagieren und für diese Aktion sammeln. Da passt es ganz gut, dass der TV-Sender mit den Darstellern seiner Serien „Unter uns“ und „Alles was zählt“ zu Gast sein wird. Die Schauspieler stehen sich in der Halbzeitpause in einem Flagfootball-Spiel gegenüber. Die Düsseldorf Firecats, die in der kontaktlosen Football-Variante aktiv sind, werden das Ganze fachlich begleiten.