Als sich die Spieler und Trainer von Rhein Fire auf den Weg in die Schweiz gemacht hatten, gingen sie noch von einer guten Defensivleistung der Alpine Rams aus. Doch davon war in Biel nicht das Geringste zu sehen. Die Duisburger gewannen das Auswärtsspiel mit 45:13 (14:0, 24:0, 7:13, 0:0) und fuhren damit den vierten Sieg im fünften Saisonspiel der American Football League Europe ein. Nun haben die Weinroten ein Wochenende Pause, ehe am Sonntag, 12. Juli, das Heimspiel gegen die Wroclaw Panthers ansteht. Kickoff in der Schauinsland-Reisen-Arena wird dann um 16.55 Uhr sein.
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Es waren keine sechs Minuten gespielt, als einmal mehr klar war, dass das Ganze zu einem Kantersieg für Fire werden würde. Jonathan Scott brachte den Ball zum ersten Touchdown ins Ziel. Und nur 16 Sekunden nach dem Kickoff schnappte sich Justin Howell die erste Interception – beim ersten offensiven Spielzug, den die Eidgenossen aufs Feld gebracht hatten. Nur wenig mehr als eine Minute später vollendete Tim Sauerland den zweiten Touchdown der Gäste. Ein dritter „Sechser“ noch im ersten Viertel wurde aufgrund eines Fouls zurückgepfiffen. Im zweiten Quarter wurde es für die Schweizer dann so richtig bitter. Nach einem Field Goal von Fire-Kicker Sebastian van Santen folgten bis zur Halbzeitpause noch drei weitere Touchdowns. Erst als es zwischenzeitlich 31:0 für die Duisburger stand, gelang den Rams das erste First Down der Partie – und das auch nur, weil Rhein Fire sich eine Passbehinderung leistete. Tim Sauerlands Touchdown zum 37:0 war dabei durchaus ein Hingucker, denn er sprang bei einem Tackle-Versuch der Hausherren hoch, sodass sich die beiden Schweizer gegenseitig behinderten und Sauerland in die Endzone laufen konnte. Ebenfalls erwähnenswert: Runningback Marvellous Imade verbuchte seinen ersten Touchdown.
Alles zu Rhein Fire:
Angesichts von 38 Grad in der nur spärlich besetzten Tissot-Arena war bereits damit zu rechnen, dass sich Fire in den übrigen beiden Vierteln kaum die Beine ausreißen würde. So kamen die Alpine Rams auch zu ihren ersten Punkten, sodass das Ergebnis aus Sicht der Schweizer nicht zu einem völligen Desaster wurde. Nach der Halbzeitpause fing Leon Höltker noch recht schick einen Touchdownpass, ehe Sebastian van Santen auch den sechsten Extrapunkt verwandelte. Bein einem dieser sechs Kicks hatte er freilich auch das nötige Glück, als der Ball vom Gestänge ins Ziel prallte, dennoch war der Fire-Kicker einmal mehr fehlerlos.
Angesichts der Hitze und des deutlichen Spielstandes wurde die Spielzeit in den Vierteln drei und vier verkürzt. Auf eine Zeitanzeige während der TV-Übertragung wurde verzichtet. Die Teams hatten sich nach Rücksprache auf die so genannte „Mercy Rule“ geeinigt, bei der die Uhr einfach durchläuft.
Die Statistik:
Touchdowns: Tim Sauerland (2), Jonathan Scott, Joshua Scott, Marvellous Imade, Leon Höltker; Field Goal: Sebastian van Santen; Extrapunkte: Sebastian van Santen (6).



