In einer Sache sind sich die Macher und Trainer von Rhein Fire absolut einig. „Besser so ein Spiel am Anfang als am Ende einer Saison“, sagt Christoph Lörcks, der General Manager des in Duisburg beheimateten Teams aus der American Football League Europe. Die 10:24-Niederlage bei den Vienna Vikings war verdient. Nicht unbedingt, weil die Wiener die Weinroten in Grund und Boden gespielt hätten, sondern weil die Gäste aus dem Rheinland zu viele Fehler gemacht hatten. „Wir haben im Training bereits an diesen Fehlern gearbeitet“, erklärt Rohat Dagdelen, Offensive Coordinator bei Rhein Fire. Nun soll es im zweiten Heimspiel der Saison wieder besser klappen: Am Samstag (18 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) sind die Paris Lights an der Wedau zu Gast.

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Einer der Kritikpunkte bei der Niederlage in Österreich: Fire-Quarterback Kenji Bahar hatte zu viel gegnerischen Druck bekommen. Ob das an der guten Defensive Line, speziell an den Ends der Vikings lag? Oder daran, dass die eigene Offensive Line den Quarterback nicht gut genug geschützt hatte? Rohat Dagdelen sieht es ganz anders. „Was Außenstehende nur schwer nachvollziehen können, sind die geplanten Laufwege aller Spieler. Wir dagegen wissen, ob jeder seine geplante Route gelaufen ist“, sagt der OC von Fire. Heißt also: Da hatte einiges nicht so funktioniert wie geplant. Die Folge: Der Druck erhöht sich, auch weil der Spielmacher nicht immer das an sich geplante „Bild“ vor sich sieht und darauf dann reagieren muss. „Wir haben einige Adjustments vorgenommen“, so Dagdelen, also Anpassungen. In der Summe ist der Effekt der gleiche: Machen alle ihren Job ein Stückchen besser, hat der Quarterback die entscheidenden Sekunden Zeit, um seinen geplanten Spielzug sauber auszuführen.

Wir wollen Wien am Ende der Saison schlagen, nicht zu Beginn.

Christoph Lörcks, General Manager von Rhein Fire

Grundsätzlich wollen die Fire-Leute das Spiel bei den Vikings auch nicht komplett schlechtreden. „Das war eine Halbzeit lang ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Christoph Lörcks. Das schlug sich freilich auch im Ergebnis nieder. Zweimal lagen die Gäste im Wiener Süden in Führung. Erst nach der Halbzeitpause fanden sie keine Lösungen mehr oder machten zu viele Fehler. Je nach Sichtweise. „Wir wollen Wien am Ende der Saison schlagen, nicht zu Beginn“, sagt Lörcks. Im zweiten Meisterjahr in der ELF hat das schon einmal geklappt. Die Saison 2023 verlief perfekt, sprich ohne jede Niederlage. Doch zum Auftakt des 2024er-Spieljahrs hatte das Team massive Probleme, verlor das Heimspiel gegen Madrid am Ausweichheimspielort Oberhausen, aber am Ende gab es einen Finalsieg gegen Stuttgart beim Championship Game in Gelsenkirchen.

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Wie der aktuelle Gegner zu bewerten ist, ist ebenfalls eine (noch) schwer zu beantwortende Frage. Die Paris Lights sind im Zuge der AFLE-Gründung entstanden und bilden nun neben den Paris Musketeers, die in der EFA, also der anderen ELF-Nachfolgeliga, gelandet sind, das zweite Team in der französischen Hauptstadt. „Die Lights haben zwar gegen die Wroclaw Panthers verloren, haben das Ergebnis aber bei einem Low Score gehalten. Das muss man gegen diesen Gegner erst einmal schaffen“, sagt Rohat Dagdelen. Vor dem 14:22 gegen Breslau gab es beim 30:8 gegen die Firenze Red Lions einen klaren Heimsieg. Eine Einschätzung, die Christoph Lörcks teilt. Heißt also: Rhein Fire steht vor einem spannenden Heimspiel an der Wedau.