Wenn 20 von 26 Saisonspielen absolviert sind und eine dreiwöchige Osterpause hinter allen Beteiligten liegt, ist es schon legitim, davon zu sprechen, dass in der Handball-Regionalliga Nordrhein jetzt der Endspurt um Titel und Aufstieg eingeleitet wird. Dass der OSC Rheinhausen dabei einer von maximal drei, aber eigentlich wohl nur noch zwei Protagonisten sein würde, war in dieser Form zu Jahresbeginn nicht vorherzusehen gewesen. Eine bärenstarke Serie von sechs Siegen in Folge hat die linksrheinischen Duisburger aber plötzlich ins Drittliga-Rennen gespült, aus dem sie sich nach Möglichkeit auch nicht so schnell verabschieden wollen. Voraussetzung dafür: der nächste Erfolg, diesmal am Samstagabend um 19.30 Uhr beim TSV Bonn rechtsrheinisch.
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Die aktuelle Situation: Der OSC liegt drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Dormagen II auf Platz zwei, hat aber noch das direkte Duell am vorletzten Spieltag in der Hinterhand. Aus eigener Kraft kann es also nicht reichen, der Rivale aus dem Kreis Neuss müsste irgendwo auf der kurzen Reststrecke mindestens noch einmal patzen – sinnvollerweise schon am Sonntag gegen die HSG am Hallo Essen. Der Tabellendritte befindet sich vier Punkte hinter Dormagen selbst noch in Lauerstellung, hätte somit wohl schon bei einem Remis keine realistische Chance mehr.
Und die Rheinhauser? Lassen weiter alles auf sich zukommen. „Der Druck ist gefühlt weiterhin nicht da“, sagt Trainer Sascha Wistuba. Mit diesem eher gemächlichen Ansatz, was einen möglichen Aufstieg angeht, sind er und sein Kollege Nico Biermann zuletzt sehr gut gefahren. Als sich das Team am Mittwoch erstmals wieder nach der zehntägigen Osterpause traf, war schon zu spüren, dass der Erfolgswille da ist, aber müssen muss man halt nichts.
Vor diesem Hintergrund wollte Sascha Wistuba auch gar nicht davon reden, dass ihm der „Break“ nach sechs Siegen am Stück nun gerade ungelegen gekommen wäre. „Für den Kopf und die Kräfte war es mal ganz gut, eine Pause zu haben“, findet der Coach, der aktuell allein arbeiten muss, weil sein Pendant Nico Biermann aus beruflichen Gründen verhindert ist. Freilich ändert sich die Herangehensweise im Training dadurch nicht, denn: „Die Spieler helfen uns ja immer dabei, bringen selber ihre Ideen ein.“
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Gegen Bonn hat der OSC natürlich noch etwas gutzumachen. Das 34:38 Anfang Dezember in eigener Halle war so etwas wie der Tiefpunkt der bisherigen Saison. Was anschließend in die Bundesstädter gefahren ist, die seinerzeit Platz zwei belegten, lässt sich schwer erschließen. Mit sieben Niederlagen in Folge brachte sich der TSV um alle Aussichten, liegt jetzt mit 20:20 Punkten nach zuletzt immerhin wieder drei Siegen am Stück im perspektivlosen Mittelfeld. „Sie sind kein Angstgegner, aber wir haben gegen sie meistens nicht gut ausgesehen“, fasst Sascha Wistuba zusammen.




